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Der Newsletter vom 12.04.2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

wir erleben in diesen Tagen den Anstieg des Antisemitismus in unserem Land. Diese Entwicklung finde ich erschreckend und sie bedrückt mich. Egal, von wem der Antisemitismus ausgeübt wird: Wir werden ihn nicht dulden, sondern uns dagegen stellen und unseren jüdischen Freunden zur Seite stehen.

In den letzten beiden Wochen konnte ich mich wieder mit vielen Bürgerinnen und Bürgern unterhalten – so zum Beispiel beim Sachsengespräch, bei der Küchentischtour und erst gestern bei einer Diskussionsrunde zum Thema Rente und Nachwende. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung gibt es einen Härtefallfonds, den ich eher Gerechtigkeitsfonds nennen möchte. Mit diesem Fonds könnten zum Beispiel Rentenungerechtigkeiten entschädigt werden. Für die Umsetzung dieses Fonds müssen die Ostdeutschen jetzt kämpfen.

Was mich außerdem freut: Der Gründerinnenpreis zeigt Wirkung! Mehr dazu erfahren Sie im Newsletter. 

 

Herzlichst,

Petra Köpping
Staatsministerin für Gleichstellung und Integration 
beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


 
 

Der Marsch des Lebens

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Teilnehmer beim Marsch des Lebens in Leipzig.

Am 11. April, dem jüdisch-israelischen Gedenktag Jom HaShoa, veranstaltete die Bewegung „Marsch des Lebens“ weltweit Veranstaltungen zur Erinnerung an den Holocaust (hebräisch: Shoa). Staatsministerin Petra Köpping nahm an der Kundgebung in Leipzig teil. Sie sagt dazu: „Gemeinsam erheben wir unsere Stimme und setzen ein wichtiges Zeichen gegen Antisemitismus – an Jom HaShoa genauso wie an jedem anderen Tag.“  Im Gedenken an die Opfer der Shoa zündete sie auch eine der sechs Kerzen an, die symbolisch für die sechs Millionen jüdischen Toten stehen.


 
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Staatsministerin Petra Köpping diskutierte mit Bürgerinnen und Bürgern über die Nachwendezeit.

Rentenungerechtigkeiten entschädigen

Am 11. April diskutierte Staatsministerin Petra Köpping auf Einladung des DGB-Bezirkes Sachsen und des Vereins Arbeit und Leben mit Bürgerinnen und Bürgern über die Nachwendezeit und Benachteiligungen der Ostdeutschen in dieser Zeit.  Ein wichtiges Thema bleibt die Rentenungerechtigkeit, von der verschiedene Berufs- und Personengruppen betroffen sind – so zum Beispiel die ehemaligen DDR-Reichsbahner, Vertreter der "Technischen Intelligenz" und geschiedene Frauen. Die Ministerin plädierte dafür, dass sich die Betroffenen für eine Entschädigung durch den Härtefallfonds einsetzen.


 

„Mir ist es wichtig, dass die Menschen im Osten mit ihren Erfahrungen aus der Nachwendezeit ernstgenommen werden.“

Staatsministerin Petra Köpping bei der DGB-Veranstaltung in Dresden.


 
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Diskussionen auf Augenhöhe sind das Ziel bei der Küchentischtour.

Küchentischtour in Radeberg

Am 10. April machte die Küchentischtour Halt im Kaiserhof in Radeberg. Das Gesprächsangebot seitens Petra Köpping und Martin Dulig wurde von den Bürgerinnen und Bürgern gern angenommen. Auf den Tisch kamen sehr viele Themen, sie reichten vom generellen Vertrauen in die Politik über die Verkehrssituation bis hin zu ehrenamtlichem Engagement.

 

 
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Im Gespräch bleiben für den gesellschaftlichen Zusammenhalt - das Sachsengespräch in Niesky.

Sachsengespräch in Niesky

Das Sachsengespräch mit Ministerpräsident Michael Kretschmer fand am 6. April im Bürgerhaus Niesky statt. Über 370 Gäste hatten sich dafür entschieden, an dem Gedankenaustausch teilzunehmen. Die wichtigen Themen am Tisch von Gleichstellungsministerin Petra Köpping waren vor allem die fehlenden Rentenpunkte für in der DDR geschiedene Frauen, die Zunahme der polnischen Bevölkerung im Grenzgebiet, die Entwicklung der Flüchtlingszahlen und die Wertschätzung des Ehrenamtes. 


 
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Petra Köpping zu Gast im Gespräch mit dem Bündnis „Bautzen bleibt bunt“ und OB Alexander Ahrens.

Bautzen bleibt bunt

Viele Vereine und Institutionen hatten sich im vergangenen Jahr um den Integrationspreis beworben. Staatsministerin Petra Köpping will nun die verschiedenen Akteure direkt vor Ort besuchen. Zum Auftakt besuchte sie am 6. April das Bürgerbündnis „Bautzen bleibt bunt", eine Gruppe von derzeit insgesamt 70 ehrenamtlichen Paten. Sie helfen Menschen mit Migrationshintergrund ganz konkret, sich in Sachsen zurechtzufinden – etwa bei der Kommunikation mit Behörden und bei der Wohnungssuche. Ziel des Bündnisses ist es, die soziale Integration weiter zu stärken.


 
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Gleichstellungsministerin Petra Köpping eröffnete die Auftaktveranstaltung des Projektes mit einem Grußwort.

Technische Weiterbildung – gendergerecht!

Am 5. April fand in Leipzig die Auftaktveranstaltung des Projekts „Balance im digitalen Wandel – Chance digital“ statt. Initiator ist der Verein Arbeit und Leben Sachsen. Frauen werden bisher deutlich zu wenig im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien weitergebildet. Im Zuge der Digitalisierung muss jedoch darauf geachtet werden, die Beschäftigungsfähigkeit von Frauen und Männern gleichberechtigt zu fördern. Das Projekt bietet unter anderem mehr als 20 interessierten Unternehmen in der Region Leipzig die Chance, vor allem Frauen in digitalen Technologien zu qualifizieren.


 
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Petra Köpping zu Gast bei Maike Steuer (oben) und Sabine Fuhrmann (unten).

Besuch bei Leipziger Unternehmerinnen

Viele Unternehmerinnen hatten sich im vergangenen Jahr um den Gründerinnenpreis beworben. Gleichstellungsministerin Petra Köpping nimmt das zum Anlass, die Frauen in ihren Wirkungsstätten zu besuchen. So war sie am 5. April zu Gast bei Maike Steuer in ihrem Cafe HomeLE in Leipzig, einem gemütlichen Ort, an dem sich Kinderlose und Familien jeden Alters und jeder Herkunft wohlfühlen.

Am selben Tag besuchte die Ministerin auch Sabine Fuhrmann und ihr 14-köpfiges Team von Spirit Legal LLP. Die Wirtschaftskanzlei berät mittelständische Unternehmen und Konzerne, aber auch Start-ups. Als erste und einzige Managing Partnerin einer Wirtschaftskanzlei in Mitteldeutschland verantwortet Frau Fuhrmann dabei die operativen und administrativen Bereiche Finanzen und Human Ressources sowie den strategischen Ausbau des Geschäfts.


 

Eröffnung des ersten Roma-Büros in Leipzig

Am 14. April wird das erste Roma-Büro im Pögehaus, Hedwigstraße 20 in Leipzig eröffnet. Es bietet Unterstützung und Information für Roma, soll aber auch für Nicht-Roma ein Anlaufpunkt sein. Der Verein Romano Sumnal, der das Büro betreibt, will eine Reihe von Projekten organisieren, die sich gegen Diskriminierung richten und das Selbstbewusstsein von Roma fördern.

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Sinti und Roma

Unser Wissen über die Geschichte der Sinti und Roma ist sehr begrenzt, denn es gibt fast keine eigenen Schriftquellen dazu. Aufgrund linguistischer Studien ist davon auszugehen, dass die Vorfahren der heute in Europa lebenden Roma und Sinti ursprünglich aus Indien und dem heutigen Pakistan stammen. Von da aus wanderten sie ab etwa dem 8. Jahrhundert über verschiedene Routen nach Europa. Hintergrund waren Kriege, Verfolgung, Vertreibung und wirtschaftliche Not. Ihre Geschichte in Europa ist regional sehr unterschiedlich. In Osteuropa wurden sie oft zu Leibeigenen bzw. Sklaven gemacht. In Mitteleuropa dagegen wurden sie als vogelfrei, also rechtlos erklärt. – Mehr Fakten zu Sinti und Roma finden Sie hier.

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Auszug aus der Presseschau

Gründerinnen vor! Gleich zwei Beiträge im Regionalfernsehen über sächsische Unternehmerinnen:

1. Der Beitrag von Chemnitz Fernsehen über Konstanze Wolter, die Gründerin der e.artis auctions.

2. Leipzig Fernsehen berichtet über Maike Steuers Café HomeLE. 


 

Termine



12.04.2018
Bundesfachtagung Sprach- und Integrationsmittlerdienste
Berlin
25.04.2018
Plenarsitzung
Dresden
 
13.04.2018
Integrationstour und Fördermittelbescheidübergabe
Grimma
26.04.2018
Plenarsitzung
Dresden
 
19.04.2018
Sitzung des Beirates für das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen“
Dresden
 
  Kalender
 

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Impressum: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs (V.i.S.d.P.), Postanschrift: Albertstraße 10, 01097 Dresden,
Telefon: 0351 - 56 45 49 10, Telefax: 0351 - 56 45 49 09, pressegi@sms.sachsen.de, www.smgi.sms.sachsen.de

Fotonachweis:
Titelbild (Petra Köpping): Katrin Pötzsch; GBGI (9); Fotolia/WavebreakMediaMicro