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Der Newsletter vom 26.04.2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

wir befinden uns in einem gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozess, der seine Zeit dauern wird und der gestaltet werden muss. Die neuen Herausforderungen haben eine Weiterentwicklung des vorhandenen Zuwanderungs- und Integrationskonzeptes notwendig gemacht. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich daran beteiligt. Dafür danke ich allen und wünsche mir, dass wir das, was wir gemeinsam begonnen haben, auch weiter gemeinsam fortsetzen. Denn Integration und ein gutes Miteinander gelingen immer dann, wenn Türen geöffnet werden.

Herzlichst,

Petra Köpping
Staatsministerin für Gleichstellung und Integration 
beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


 
 

Vorstellung des ZIK II

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Integrationsministerin Petra Köpping stellt das fortgeschriebene Zuwanderungs-und Integrationskonzept für den Freistaat Sachsen vor.

Unter der Leitidee „Zuwanderung und Integration gut gestalten – Zusammenhalt leben“ stellte Staatsministerin Petra Köpping am 24. April das fortgeschriebene Zuwanderungs- und Integrationskonzept (ZIK II) für den Freistaat Sachsen vor. Das ZIK II knüpft an das Vorgängerkonzept aus dem Jahre 2012 an. Auf Basis des Koalitionsvertrages von 2014 hatte es eine breite Diskussion zur sächsischen Zuwanderungs- und Integrationspolitik gegeben. Am Fortschreibungsprozess waren neben einer interministeriellen Arbeitsgruppe auch Akteurinnen und Akteure aus allen Bereichen der Zuwanderung und Integration beteiligt. Neben mehreren Gesprächsforen hatte der Geschäftsbereich von Ministerin Köpping auch zwei Bürger-Onlinebeteiligungsverfahren durchgeführt. Insgesamt sind weit über 800 Anmerkungen im Fortschreibungsprozess eingeflossen.

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Maßnahmen des ZIK II

  • Sprache und Verständigung: Ein eigenes Landessprachprogramm wird aufgelegt.
  • Frühkindliche und schulische Bildung: Willkommens- und Sprachkitas werden ausgebaut.
  • Nachholende Schulbildung: Die Maßnahme zur Herstellung der Ausbildungsreife für Geflüchtete über 18 Jahren wird aufgelegt.
  • Hochschulbildung/Wissenschaft: Eine weitere Internationalisierung der Hochschulen ist Ziel im Hochschulentwicklungsplan 2025.
  • Aus- und Weiterbildung/Arbeit: Für Menschen mit Migrationshintergrund werden bedarfs- und zielgruppenorientiert Unterstützungsangebote zur Verfügung gestellt (z.B. über das Arbeitsmarktmentorenprogramm).
  • Wohnen/Wohnumfeld: Der soziale Wohnungsbau soll gefördert werden.
  • Gesundheit und Pflege: Es werden zielgruppenspezifische Informations-und Beratungsangebote zum deutschen Gesundheitssystem bereitgestellt. Drei Psychosoziale Zentren wurden bereits aufgebaut.
  • Gleichstellung von Frau und Mann: Weitere Aufklärungs-, Sensibilisierungs- und Beratungsarbeit für beide Geschlechter werden initiiert.
  • Gewaltschutz: Ein Schutzhaus für geflüchtete Frauen und ihre Kinder wurde bereits eröffnet.
  • Antidiskriminierungspolitik: Ein Modellprojekt zum Aufbau einer flächendeckenden Antidiskriminierungsberatung in Sachsen wird zwischen 2017 und 2020 umgesetzt.
  • Interkulturelle Öffnung von Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft: Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in der öffentlichen Verwaltung soll erhöht werden.

 
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Demokratie-Zentrum beim Friedensfest in Ostritz

Das Demokratie-Zentrum Sachsen war auf Reisen, diesmal im schönen Ostritz. Anlässlich des Rechts-Rock-Festivals „Schild und Schwert“ informierten die Kolleginnen und Kollegen des Geschäftsbereichs über ihre Arbeit im Bereich der Demokratieförderung sowie der Extremismusprävention. Mit seinem Mobilen Beratungsangebot unterstützte das Demokratie-Zentrum maßgeblich die Vorbereitungen für das Ostritzer Friedensfest. Die Ministerin zieht ein positives Fazit: „Mir war es wichtig, mit unserem Demokratie-Zentrum die Menschen in Ostritz, die Bürgermeisterin und die Gemeinde und bei ihrer schwierigen Aufgabe zu unterstützen. Das Friedensfest war eine gelungene Sache. Ich danke allen, die sich mit klarer Haltung und starker Stimme für Demokratie und gegen menschenfeindliche Einstellungen engagiert haben.“

Das Demokratie-Zentrum Sachsen wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.


 
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Erstmalig vergab das Filmfest Dresden einen Preis für Geschlechtergerechtigkeit im Kurzfilm.

„Goldener Reiter für Geschlechtergerechtigkeit“

Am 21. April wurde im Rahmen des Filmfest Dresden erstmals der „Goldene Reiter für Geschlechtergerechtigkeit“ verliehen. Der Preis wird von der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen, dem Genderkompetenzzentrum Sachsen und der LAG Queeres Netzwerk Sachsen gestiftet. Petra Köpping unterstützt den Preis zusätzlich. Aufgrund des besonders geschlechtersensiblen Themas und seiner Vermittlung entschied sich die Jury den Animationsfilm „Neko no Hi – Cat Days“ mit dem neuen Preis auszuzeichnen. Für Petra Köpping war dies ein wichtiges Anliegen. „Die Filmkunst ist ganz besonders geeignet, gendersensible Themen einem breiten Publikum lebensnah und eindrücklich nahe zu bringen. Deswegen freue ich mich über die Entscheidung sehr. Ich gratuliere ganz herzlich zur Verleihung und wünsche dem Film viele Zuschauerinnen und Zuschauer.“


 
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WOS-Beirat entscheidet über Förderanträge

Am 19. April tagte der Beirat des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen“. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Entscheidung über Projektförderungen ab dem 1. Mai 2018, für die eine halbe Million Euro zur Verfügung stehen. Von 33 Anträgen konnten 13 Projekte zur Förderung vorgeschlagen werden. Darüber hinaus diskutierte der Beirat auch das Programm der Staatsregierung „W – wie Werte“ zur politischen und demokratischen Bildung an Schulen.


 

„Wir möchten, dass möglichst viele der Vorhaben auch umgesetzt werden.“

Integrationsministerin Petra Köpping über das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen“


 
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Zum Erzählsalon kamen mehr als 70 Leute ins Kulturhaus Aktivist. Die meisten von ihnen sind ehemalige Bergleute.

Erzählsalon in Bad Schlema

Am 19. April fand der Erzählsalon der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bad Schlema statt. Titel der Veranstaltung war: „Die Lebensleistungen der Wismut-Kumpel“. Über 70 Gäste diskutierten über Fragen wie: Wie ging es für die Wismut nach der Wende weiter? Warum wurde die Wismut so schnell abgewickelt? Hätte es andere Möglichkeiten gegeben? Petra Köpping: „Die Wismut war in der DDR als einer der wichtigsten Bergbaubetriebe bekannt. Die Wende hat das Unternehmen und die Region hart getroffen. Die Wismut ist ein Mythos, gelebte Geschichte, aber auch Zukunft. Denn neben der Renaturierung weiter Landstriche haben die Menschen hier angepackt, eigene Ideen durchgesetzt und damit viel für das Erzgebirge erreicht.“


 
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Petra Köpping mit Franziska Kempe in ihrem Bistro in Stollberg.

Besuch im Bistro KEMPE

Eine der Bewerberinnen, die sich um den Sächsischen Gründerinnenpreis beworben hatte, ist Franziska Kempe aus Stollberg. Am 19 April besuchte Gleichstellungsministerin Petra Köpping das Bistro, in dem Frau Kempe traditionelle Lebensmittelherstellung mit moderner Gastronomie und Verkaufskultur verbindet. Im Jahr 2016 hatte sie die elterliche Fleischerei übernommen und neu belebt. 


 
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Tag der lesbischen Sichtbarkeit

Seit 2008 ist der 26. April der „Tag der lesbischen Sichtbarkeit“. Dieser weltweite Aktionstag soll auf den Kampf um Gleichstellung speziell der lesbischen Frauen der LSBTTIQ-Community aufmerksam machen. Der Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) erklärt dazu: „Die Bedürfnisse und Belange von lesbischen Frauen werden in Gesellschaft, Politik und Öffentlichkeit, aber auch in der Community wenig bis gar nicht thematisiert. Lesben werden sowohl mit ihren Potentialen als auch mit ihren spezifischen Ausgrenzungserfahrungen ignoriert oder nur unzureichend wahrgenommen.“ – Mehr dazu hier.

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Auszug aus der Presseschau

Die Wismut: Stolz in hohen Dosen. Die Freie Presse berichtete am 21. April über den Erzählsalon in Bad Schlema. Text hier.

 

Alarmstufe Rot in Ostritz. Über das Engagement der Bürgerinnen und Bürger gegen das rechtsextreme Festival in Ostritz berichtete die Sächsische Zeitung hier.

 

Baustein für die Integration. Der MDR berichtet über das Schulmodul Ü18, hier der Link.

 


 

Termine



27.04.2018
Besuch bei Upgrade, Verein für Bildungsangleichung e.V.
Preisträger des Sächsischen Integrationspreises, Leipzig
02.05.2018
Fördermittelübergabe an die Diakonie Riesa-Großenhain
Riesa
 
07.05.2018
Ausschusssitzung
Dresden
03.05.2018
Besuch bei Katrin Lieberum, „Zigarrenmanufaktur“
Bewerberin für den Gründerinnenpreis, Dresden
 
27.04.2018
Besuch einer Informationsveranstaltung zum Thema „Muslimfeindlichkeit“
Dresden
04.05.2018
Besuch bei Alexandra Hähnel, „Kinaree“
Bewerberin für den Gründerinnenpreis, Zschopau
 
28.04.2018
Eröffnung des Felberinstituts
Dresden
04.05.2018
Besuch bei Kerstin Dietzsch-Söllner, Kunsthandwerk, Dekorationswerkstatt und Goldschmiede
Bewerberin für den Gründerinnenpreis, Oelsnitz
 
  Kalender
 

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Impressum: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs (V.i.S.d.P.), Postanschrift: Albertstraße 10, 01097 Dresden,
Telefon: 0351 - 56 45 49 10, Telefax: 0351 - 56 45 49 09, pressegi@sms.sachsen.de, www.smgi.sms.sachsen.de

Fotonachweis:
Titelbild (Petra Köpping): Katrin Pötzsch; GBGI (6); Filmfest Dresden; Markus Kremser, Kremser Medien; Fotolia/WavebreakMediaMicro