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Der Newsletter vom 17.05.2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

im Jahre 1994 wurde in Deutschland mit der Abschaffung des Unrechtsparagraphen 175 die politische Homophobie abgeschafft. Seitdem ist die rechtliche Gleichstellung von LSBTTIQ weit vorangeschritten, und das Bekenntnis der deutschen Regierung zur „Ehe für alle“ im vergangenen Jahr war ein wichtiger Meilenstein dabei. Doch es ist traurig, dass viele noch immer auf die Straße gehen und dafür kämpfen müssen, als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft wahrgenommen zu werden. Laut einer Studie der Universität Leipzig (2016) finden es 40,1 Prozent der Deutschen ekelhaft, wenn sich Homosexuelle in der Öffentlichkeit küssen. Wir haben also noch einen langen Weg vor uns, bis wir einen Aktionstag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie nicht mehr nötig haben.

Herzlichst,

Petra Köpping
Staatsministerin für Gleichstellung und Integration 
beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


 
 
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Zu den Folgen der Treuhandpolitik

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Bei den Veranstaltungen (im Bild: Grimma) ergaben sich hochspannende Diskussionen.

Unter dem Titel "Die Folgen der Treuhandpolitik – damals und heute" hat die Friedrich-Ebert Stiftung zu zwei Diskussionsrunden über die Treuhand eingeladen. Am 14. Mai in Grimma und am darauffolgenden Tag in Hoyerswerda stellte der Historiker Dr. Marcus Böick seine Untersuchung zu den Folgen der Treuhandpolitik vor. Für die Menschen in Sachsen ist es enorm wichtig, dass die Arbeit der Treuhand vollständig aufgearbeitet wird. Die Schließung vieler großer Kombinate durch die "Bad Bank" der Ostdeutschen machte in kürzester Zeit ganze Landstriche arbeitslos und führte zum Abbau von 85 Prozent des Personals in der Industrieforschung. – Das Buch „Die Treuhand. Idee – Praxis – Erfahrung 1990-1994“ von Dr. Marcus Böick ist ab Juli im Buchhandel erhältlich.


 
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Petra Köpping beim Treffen mit Herrn von Schubert, Herrn Huber, Herrn Kölsch und Frau Oltmanns von der Stiftung Friedliche Revolution.

Für ein Freiheitsdenkmal in Leipzig

Am 10. Mai traf sich Staatsministerin Petra Köpping mit Vertreterinnen und Vertretern der Stiftung Friedliche Revolution, um mit ihnen über die Realisierung eines Freiheits- und Einheitsdenkmals in Leipzig zu sprechen. Nachdem der erste Versuch, ein solches Denkmal zu errichten, nicht erfolgreich war, nimmt die Stiftung nun einen erneuten Anlauf. Im Vorfeld der Errichtung des Denkmals soll es eine breite Bürgerbeteiligung geben. 

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Internationaler Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie

Am 17. Mai 1990 beschloss die WHO, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen. Seit 2005 wird dieser Tag deshalb jährlich als Aktionstag begangen, um auf die Diskriminierung und Bestrafung von LSBTTIQ hinzuweisen. Übrigens ist Transsexualität von der WHO noch immer als psychische Störung eingestuft. Das Europäische Parlament hat die WHO bereits 2011 aufgefordert, das zu ändern. Die Überarbeitung des Katalogs ist für dieses Jahr vorgesehen.


 

Ausschreibungen und Veranstaltungen unserer Partner

Ausschreibung 

Mit dem „Aktionsfonds ViRaL“ will die Organisation „Citizens for Europe“ zehn Projekte in Deutschland unterstützen, die auf lokaler Ebene gegen Rassismus und für Vielfalt wirken – mit bis zu 5.000 Euro Förderung je Projekt. Bewerben können sich informelle Gruppen, Vereine oder Bündnisse. Bewerbungsschluss: 21. Juni 2018.  Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Veranstaltungshinweis

Wiegt die Schutzpflicht des Staates für das ungeborene Kind mehr als das Selbstbestimmungsrecht der Frau? Um die Beantwortung dieser und weitergehender Fragen geht es auf der Fachtagung „Selbstbestimmung bei Schwangerschaft“, zu der der Landesfrauenrat Sachsen e.V. für den 2. Juni 2018 einlädt. Veranstaltungsort ist der Businesspark Dresden, Bertolt-Brecht-Allee 24. Die Anmeldung sollte bis zum 29. Mai erfolgen. Weitere Informationen erhalten Sie unter 0351 – 472 10 62.

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Auszug aus der Presseschau

Homo- und Transphobie sind ein gesamtgesellschaftliches Problem. Die Leipziger Internet Zeitung anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Trans-, Bi- und Interphobie am 17. Mai.

Arbeit der Treuhand wirkt bis heute nach. Das Neue Deutschland berichtete am 15. Mai über die Diskussionsrunde zur Treuhandpolitik in Grimma.

Möbel aus Zschopau. Über den Besuch von Gleichstellungsministerin Petra Köpping bei der Gründerin Alexandra Hähnel in Zschopau berichtet Blick Erzgebirge.

Traumjob in Dresden. Sachsen Fernsehen berichtete am 9. Mai über Khaled Tabanja, der nach seiner Flucht aus Syrien in Dresden seinen erlernten Beruf ausüben kann. 2015 hatte er für einige Zeit bei Petra Köpping gewohnt. Die Ministerin besuchte ihn nun an seinem neuen Arbeitsplatz.

 

 


 
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Termine



22.05.2018
Ausstellungseröffnung „Max ist Marie – Mein Sohn ist meine Tochter ist mein Kind“
Sächsischer Landtag, Dresden
28.05.2018
Besuch des Projektes „Mamas bauen Brücken, Papas auch“
Bewerber um den Sächsischen Integrationspreis 2017, Wermsdorf
 
25.05.2018
Besuch der AMS Ausbildungsgesellschaft für Metalltechnik und Schweißer mbH
Gewinner des vis-á-vis-Awards, Heidenau
28.05.2018
Gespräch mit dem Kulturbüro Sachsen
Dresden
 
23.05.2018
Diskussionsrunde „Wer braucht den Osten?“
Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Dresden
 
  Kalender
 

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Impressum: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs (V.i.S.d.P.), Postanschrift: Albertstraße 10, 01097 Dresden,
Telefon: 0351 - 56 45 49 10, Telefax: 0351 - 56 45 49 09, pressegi@sms.sachsen.de, www.smgi.sms.sachsen.de

Fotonachweis:
Titelbild (Petra Köpping): Katrin Pötzsch; GBGI (4), Fotolia/WavebreakMediaMicro