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Der Newsletter vom 24.05.2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

im Dezember 2015 haben wir für Asylsuchende in Sachsen das Modellprojekt „Wegweiserkurse“ gestartet, weil es in den Erstaufnahmeeinrichtungen einen großen Bedarf dafür gab. Dieses Modellprojekt ist für Sachsen und die Bundesrepublik bis dato einmalig gewesen, denn neben einem niedrigschwelligen Einstieg in die deutsche Sprache erhalten die Teilnehmenden in ihrer Herkunftssprache Orientierung und Wissen über grundlegende Werte für unser Zusammenleben. Im Mittelpunkt unserer Überlegungen steht immer die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes – und diese erreichen wir vor allem dann, wenn wir den Asylsuchenden Orientierung geben und ihnen erklären, wie der Alltag hier bei uns funktioniert.

Herzlichst,

Petra Köpping
Staatsministerin für Gleichstellung und Integration 
beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


 
 

Erste Bilanz über die Erstorientierungskurse

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Petra Köpping mit Prof. Dr. Ulrich Klemm, Geschäftsführer des Sächsischen Volkshochschulverbandes (li.), Sabine Baldauf, Bereichsleiterin Flüchtlingshilfe der Johanniter Unfallhilfe und Frank Schott, Geschäftsführer ARBEIT UND LEBEN Sachsen (re.)

Beim Besuch in der Leipziger Erstaufnahmeeinrichtung am 23. Mai zog Integrationsministerin Petra Köpping eine erste Bilanz über die Erstorientierungskurse für Asylsuchende. Seit Juli 2017 werden sie regulär für alle Bewohnerinnen und Bewohner in sächsischen EAEs durchgeführt. Das Konzept zeichnet sich zum einen durch den niedrigschwelligen Einstieg in die deutsche Sprache aus. Zum anderen erhalten die Asylsuchenden Orientierung und Kenntnisse über grundlegende Werte für das Zusammenleben in Deutschland. Kulturmittlerinnen und Kulturmittler, die selbst Migrationshintergrund haben, geben den Teilnehmenden ihr Wissen in ihrer Herkunftssprache weiter. Von Juli 2017 bis März 2018 nahmen rund 2.800 Asylsuchende teil. Die Kurse werden mit dem Sächsischen Volkshochschulverband und dem Verein ARBEIT UND LEBEN Sachsen umgesetzt.


 
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Petra Köpping im Gespräch mit den Jugendlichen.

Besuch bei minderjährigen Asylsuchenden

Im Anschluss an den Besuch der Leipziger Erstaufnahmeeinrichtung machte Integrationsministerin Petra Köpping auch in einem Wohnheim für unbegleitete minderjährige Asylsuchende Station. In der Leipziger Friederikenstraße sind derzeit 13 Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren untergebracht, die von der SBH Südost GmbH betreut werden. Die Ministerin lud sie zur 4. Leipziger Mitsingnacht ein und stellte ihnen viele Fragen, insbesondere zum Alltag. Die Jugendlichen antworteten, dass sie sich "wie in einer Familie" fühlten. Das wichtigste sei für sie der gegenseitige Respekt, nicht die Religion. Sie seien sehr dankbar dafür, in Sicherheit zu sein und lernen zu können. 


 

„Wer braucht den Osten?“

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Auf dem Podium (v.l.n.r.): Prof. Olaf Jacobs, Dr. Judith C. Enders, Moderator Peter Stawowy, Staatsministerin Petra Köpping und Steffen Flath, ehem. sächs. Staatsminister.

Der Film „Wer braucht den Osten“ hatte am 23. Mai seine Vorpremiere in der Sächsischen Landeszentrale für Politische Bildung in Dresden. Regisseur Olaf Jacobs zeigt darin die Lebens- und Arbeitswelten im Osten: das veränderte Wahlverhalten, die Unzufriedenheit, die schwache Parteienbindung und die Sehnsucht nach Runden Tischen, nach mehr direkter Demokratie. Anschließend diskutierten Staatsministerin Petra Köpping, Steffen Flath, Dr. Judith C. Enders und Prof. Olaf Jacobs über die Titelfrage.

„Wer braucht den Osten?“ ist eine dreiteilige TV-Dokumentation. Sendetermine im MDR Fernsehen:  „Teil 1: Politik“ – 29. Mai, 22:05 Uhr; „Teil 2: Wirtschaft“ – 5. Juni, 22:05 Uhr; „Teil 3: Gesellschaft“ – 12. Juni, 22:05 Uhr.

Hinweis: Am 29. Mai wird Staatsministerin Petra Köpping im MDR-Rundfunk an der „Dienstags Direkt“-Expertenrunde zum Thema „Wer braucht den Osten?“ teilnehmen. Sendezeit: 29. Mai, 20 - 23 Uhr.

 


 

„Der Osten muss selbstbewusst eigene Interessen und Sichtweisen einbringen - nicht gegen den Westen, sondern indem er Bündnisse sucht.“

Petra Köpping bei der Vorpremiere von „Wer braucht den Osten?“


 
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Anlässlich des 25. Dresdner CSD zeigt die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag die Fotoausstellung „Max ist Marie“.

Ausstellungseröffnung „Max ist Marie“

Am 22. Mai eröffnete Gleichstellungsministerin Petra Köpping im Sächsischen Landtag die Ausstellung „Max ist Marie – Mein Sohn ist meine Tochter ist mein Kind“. Mit ihrem Projekt, zu dem auch ein Blog gehört, möchte die Fotografin Kathrin Stahl die gesellschaftliche Akzeptanz und das Verständnis für transidente Menschen erhöhen. Sie und ihre Tochter Marie haben ihre eigenen Erfahrungen zum Anlass genommen: „So viel Verletzendes musste unsere Tochter erfahren, nicht nur durch Menschen, sondern auch durch Institutionen wie der Krankenkasse. Es musste doch eine Möglichkeit geben, wenigstens etwas Kleines zu bewegen. Der Gedanke, dass man der Welt irgendwie zeigen müsse, wie es Transgender-Menschen (er)geht, ließ mich nicht mehr los.“ Die Ausstellung ist im 2. OG des Sächsischen Landtags eintrittsfrei zu sehen.

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Trans*

Unter dem Oberbegriff trans* werden verschiedene Geschlechter und Identitäten wie transsexuell, transident oder transgender zusammengefasst. Es gibt keine offizielle Angabe zur Anzahl der in Deutschland lebenden trans* Personen. Die Schätzungen reichen von 2.000 bis 100.000 Personen. Das in der Gesellschaft verankerte binäre Geschlechtsmodell, das nur männlich und weiblich kennt, führt zur Ausgrenzung derjenigen, deren Geschlecht, Geschlechtsidentität oder Geschlechtsausdruck nicht den sozialen Erwartungen entspricht. Somit ist der Alltag von trans* Personen von der Furcht und dem Misstrauen der Umwelt geprägt. Weitere Informationen finden Sie bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

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Auszug aus der Presseschau

 

Wie die Treuhand die DDR privatisierte. Video der Diskussion um Treuhand und Nachwendezeit am 14. Mai 2018 in Grimma bei der Leipziger Internet Zeitung

Nach der Drecksarbeit mit Schmutz beworfen. Die Lausitzer Rundschau berichtete am 18. Mai über die Treuhanddiskussion in Hoyerswerda.

Häusliche Gewalt gegen Männer. Artikel über Männerschutzwohnungen und die Arbeit von Vereinen für Männerarbeit in der Sächsischen Zeitung vom 19. Mai 2018. 


 

Einladung zum Offenen Regierungsviertel

Am 10. Juni lädt die sächsische Staats­regierung zum „Offenen Regierungs­viertel“ ein. Bereits zum 16. Mal haben die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, hinter sonst verschlos­sene Tü­ren zu schauen. Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, wird die Arbeit ihres Geschäftsbereichs gemeinsam mit ihrem Team in der Eingangshalle der Sächsischen Staatskanzlei präsentieren. Unter anderem wird die Wanderausstellung „KOMMEN GEHEN BLEIBEN – Migrationsgeschichte(n) aus Sachsen“ zu sehen sein. Ministerin Petra Köpping steht auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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4. Leipziger Mitsingnacht

Am Sonnabend, dem 26. Mai treffen sich ab 20 Uhr wieder viele musikbegeisterte Menschen in der Peterskirche. Staatsministerin Petra Köpping unterstützt die Mitsingnacht: „Gemeinsam singen, lachen und eine gute Zeit verbringen – ganz gleich, woher man kommt, wie alt man ist, ob man singen kann oder nicht, das macht für mich die Leipziger Mitsingnacht aus. Was an diesem Abend zählt, ist Freude an der Musik und an neuen Erfahrungen. Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Spaß.“

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Termine



26.05.2018
Besuch des Projektes „Mamas bauen Brücken, Papas auch“
Bewerber um den Sächsischen Integrationspreis 2017, Wermsdorf
25.05.2018
Titelverleihung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
Dresden
 
28.05.2018
Gespräch mit dem Kulturbüro Sachsen
Dresden
29.05.2018
Gespräche am Küchentisch
Markkleeberg
 
25.05.2018
Besuch der WillkommensKita „Tabaluga“
Dresden
31.05.2018
Plenarsitzung
Dresden
 
25.05.2018
Besuch der AMS mbH
Preisträger Vis-á-Vis-Award, Heidenau
01.06.2018
Plenarsitzung
Dresden
 
  Kalender
 

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Impressum: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs (V.i.S.d.P.), Postanschrift: Albertstraße 10, 01097 Dresden,
Telefon: 0351 - 56 45 49 10, Telefax: 0351 - 56 45 49 09, pressegi@sms.sachsen.de, www.smgi.sms.sachsen.de

Fotonachweis:
Titelbild (Petra Köpping): Katrin Pötzsch; GBGI (3); SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag (2); Leipziger Mitsingnacht; Fotolia/WavebreakMediaMicro