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Der Newsletter vom 30.08.2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das schrecklichen Ereignis in Chemnitz am letzten Wochenende hat uns alle erschüttert. Schockierend ist, wie rechte Gruppierungen unmittelbar nach der furchtbaren Tat die Deutungshoheit für sich beanspruchen - noch bevor der Tod des jungen Mannes am Rande des Stadtfestes auch nur ansatzweise aufgeklärt worden ist. Rassistische Interpretationen des Vorfalls wurden und werden verbreitet und es wurde spontan zu Demonstrationen aufgerufen, bei denen es zu verbalen und tätlichen Auseinandersetzungen mit Polizei, Gegendemonstranten und Vorübergehenden kam.

Ein solch unmenschliches Gegeneinander kann ich nicht unterstützen. Bei meinem Besuch in Chemnitz in der vergangenen Woche konnte ich mir ein eigenes Bild von den Vorkommnissen in der Stadt der Moderne machen und nahm an einer Demonstration gegen Rassismus und Diskriminierung teil. Die vielen toleranten und weltoffenen Bürgerinnen und Bürger, die sich dort mit mir für Demokratie und ein friedliches Zusammenleben einsetzten, zeigen mir, dass Menschlichkeit, Integration und Zusammenhalt in Sachsen wichtige Werte darstellen, für die ich gemeinsam mit Ihnen weiter einstehen werde. 

Herzlichst,

 

Petra Köpping
Staatsministerin für Gleichstellung und Integration 
beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


 
 

Petra Köpping bei Markus Lanz

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Petra Köpping bei Markus Lanz.

Über die derzeitige Situation in Chemnitz und Sachsen sprach Petra Köpping am Mittwochabend in der ZDF-Show von Markus Lanz. Dieser hatte die Sächsische Ministerin für Gleichstellung und Integration zu seiner Talkshow nach Hamburg eingeladen. Die Ministerin sprach sich deutlich gegen die Aktivitäten der Rechtsextremen in Chemnitz aus. Sie betonte aber auch, dass der Osten und die die Nachwendeerfahrungen der Menschen in Ostdeutschland insgesamt stärker thematisiert werden müssten. Weitere Gäste waren der Politiker Jürgen Trittin, Journalistin Bettina Schausten und Unternehmer Frank Thelen. Lanz diskutiert in seinen Talkrunden nun schon seit zehn Jahren regelmäßig aktuelle und gesellschaftlich relevante Themen. Die Sendung vom 29. August 2018 ist in der ZDF-Mediathek zu finden.

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Petra Köpping lud zum 2. Ladies Lunch nach Naunhof. Thema dieses Jahr: Influencermarketing.

2. Ladies Lunch

Am 30. August empfing Petra Köpping rund 80 sächsische Gründerinnen und Unternehmerinnen zum zweiten Ladies Lunch in Naunhof. Unter dem Motto „Influencer-Marketing von heute“ erhielten die Teilnehmerinnen einen Einblick in das Instrument des Influncer-Marketings. Die bekannten Youtuberinnen SuzieGrime, Mirrelativegal und das Team MfG berichteten über ihre Erfahrungen als junge Selbständige, über Gleichberechtigung, stereotype Rollenbilder und gesellschaftliche Konventionen. Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration: „Sachsen verfügt über sehr viel Frauenpower. Das beweisen die ambitionierten sächsischen Gründerinnen mit ihrem Tatendrang immer wieder. Ihr wirtschaftliches Engagement verdient nicht nur öffentliche Anerkennung, sondern ermutigt auch andere zum Schritt in die Selbständigkeit. Gern bin ich dem Wunsch der Unternehmerinnen nach Vernetzung und mehr Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen mit diesem Ladies Lunch nachgekommen.“ Schon im letzten Jahr fand das Vernetzungstreffen großen Anklang.


 

„Sachsen verfügt über sehr viel Frauenpower.“

Petra Köpping


 
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Petra Köpping auf dem Podium mit den Historikern Dr. Markus Böick und Prof. Dr. Jörg Roesler

Petra Köpping diskutierte „Treuhandtrauma

Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping nahm am 28. August an einer Diskussionsrunde zum Thema „Das Treuhandtrauma über die Privatisierung der DDR-Wirtschaft“ teil. Gemeinsam mit den Historikern Dr. Markus Böick und Prof. Dr. Jörg Roesler erörterte die Staatsministerin die Treuhandpolitik und ihre Folgen für die Biografien vieler Ostdeutscher, die noch heute nachwirken. Bis Ende April 1991 wurden 1.500 von 1.600 Unternehmen durch die Treuhand an westdeutsche Unternehmen verkauft. Eine kritische Aufarbeitung der Geschehnisse in der Nachwendezeit fand bis heute kaum statt.


 
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Petra Köpping bei der Antirassismus-Kundgebung in Chemnitz.

Staatsministerin bekundet ihr Beileid und nimmt an antirassistischer Kundgebung teil

Am 27. August nahm Petra Köpping an einer antirassistischen Kundgebung in Chemnitz teil. Nach dem gewaltsamen Tod eines jungen Mannes am Rande des Chemnitzer Stadtfestes hatten rechte Gruppierungen das schreckliche Ereignis genutzt um rassistische Interpretationen zu verbreiten. Gleichzeitig  hatten sie zu Demonstrationen aufzurufen, noch bevor die Umstände zum Tod des Mannes ansatzweise aufgeklärt worden sind. „Ich unterstütze die Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und die vielen toleranten und weltoffenen Bürgerinnen und Bürger, die sich in Chemnitz für Demokratie und ein friedliches Zusammenleben einsetzen. Doch vor allem sind unsere Gedanken zuerst bei den Opfern.“, so Petra Köpping. Hunderte  von Menschen versammelten sich mit ihr, um sich für Demokratie und ein friedliches Zusammenleben einzusetzen. 


 
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Den Blickwinkel ändern konnte Petra Köpping bei ihrem Tag in der Kita "Pulvermühle" in Zwenkau.

Perspektivwechsel: Petra Köpping in der Kita

Auch in diesem Jahr beteiligte sich die Sächsische Staatsministerin für Integration und Gleichstellung wieder an der Aktion ‚Perspektivwechsel‘. „Wir wollten die Aktion der Wohlfahrtsverbände in diesem Jahr für Gespräche in Kindergärten nutzen“, so Petra Köpping. Darum verbrachte sie den 27. August in der Kita „Pulvermühle“ in Zwenkau. „Wie auch in den vergangenen Jahren habe ich bei diesem Perspektivwechsel etliche Anregungen für meine politische Arbeit mitnehmen können", so die sächsische Ministerin. Aus ihrer Sicht ist die zum 1. September bevorstehende Verbesserung des Betreuerschlüssels in den Gruppen ein guter Anlass, einen Blick auf weitere Vorhaben bei der frühkindlichen Bildung zu werfen. 

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„Bereits seit meiner Zeit als Landrätin pflege ich den regelmäßigen Kontakt zu den Kindertagesstätten im Landkreis Leipzig.“

Petra Köpping


 
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Petra Köpping beim Betriebsrundgang im Siemens-Werk Leipzig.

Petra Köpping besucht das Siemens-Werk in Leipzig

Um sich über das betriebseigene Programm zur Integration geflüchteter Menschen in den Arbeitsalltag zu informieren, nahm Petra Köpping am 24. August an einem Rundgang im Siemens-Werk Leipzig teil. Bereits 2016 hat Siemens gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das mehrstufige und nachhaltige Programm zur Integration von geflüchteten Menschen in Deutschland gestartet. Dafür stellte das Unternehmen eine Million Euro Spendenmittel sowie Eigenleistung in gleicher Größenordnung zur Verfügung. Petra Köpping lobt: „Das vorbildliche Engagement und die großartige Hilfestellung, die Siemens den Geflüchteten in seinen Betrieben zur Verfügung stellt, haben mich sehr beeindruckt“.

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„Es ist toll, wenn sich ein ganzes Team für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund einsetzt.“

Petra Köpping nach dem Betriebsrundgang bei Siemens in Leipzig


 
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Gleichstellungsministerin Petra Köpping mit Vertreterinnen des Diözesanverbandes.

Gleichstellungsministerin trifft Diözesanverband Dresden-Meissen

Am 23. August traf sich die Sächsische Gleichstellungsministerin Petra Köpping mit Vertreterinnen des Diözesanverbandes Dresden-Meißen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands. „Ich freue mich über die produktiven Gespräche dieses Treffen und nehme interessante Anregungen mit in meine Arbeit als Gleichstellungsministerin",sagte Petra Köpping dazu.

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Petra Köpping beim Gesprächskreis „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“

Am Gesprächskreis „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ nahm Petra Köpping am 21. August in Berlin teil. Gemeinsam mit Parteikollegen und -kolleginnen aus Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen diskutierte sie u.a. die Probleme in den Kohlerevieren, den Aufbau industrieller Alternativen sowie Zukunftsideen für Regionen, die besonders von der Energiewende betroffen sind.


 
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17% der Kinder in den WillkommensKITAs haben einen Migrationshintergrund.

Vorstellung Programm WillkommensKITAs

Das Programm WillkommensKITAs ist ein Projekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Es unterstützt Kitas, die Kinder mit Flucht- und Migrationserfahrung betreuen, gibt Antworten auf Fragen wie "Wie gehe ich mit Mehrsprachigkeit im Kindergarten um?" und hilft beim Finden praktischer Lösungen und Handlungsansätze. Mittlerweile profitieren 23 sächsische Kita-Teams von der dreijährigen intensiven Unterstützung durch das Programm. Kindergärten, die auch gern WillkommensKITA werden möchten, können sich noch bis zum 31.10.2018  bewerben.

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Der ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. fordert Unternehmen zur Bewerbung auf.

Bewerbungsphase für Titelwettbewerb „Unternehmen für Toleranz“ läuft

Zum fünften Mal findet der Titelwettbewerb „Unternehmen für Toleranz“, initiiert vom Verein ARBEIT und LEBEN Sachsen e.V., statt. Bewerben können sich sächsische Unternehmen, die sich für ein demokratisches Zusammenleben, Vielfalt und Integration engagieren und gegen Rassismus und Diskriminierung aussprechen. Petra Köpping, Sächsische Staatsministern für Gleichstellung und Integration, unterstützt den Wettbewerb: „Gelebte Werte wie Vielfalt und Toleranz, interkulturelle Offenheit und verständnisvolle Kommunikation sind klare Standortvorteile für Unternehmen. Sie erleichtern den Zugang für Fachkräfte und Fachkräftenachwuchs und erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit im In- und Ausland.“ Interessierte Unternehmen können sich noch bis 28. September 2018 für den Titel bewerben.

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Einladung zum Fachtag

Am 11. September findet der Fachtag „Geschlecht: entweder drei oder keins. Herausforderungen und Chancen der Neuregelung des Personenstands“ in Dresden statt. Gemeinsam mit Experten und Expertinnen für geschlechtliche Vielfalt sollen die Chancen und Herausforderungen einer geschlechterreflektierenden Arbeit diskutiert werden. Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, unterstützt diese Veranstaltung und wird das Ergebnispodium am Nachmittag eröffnen. Alle Interessierten können sich noch bis 30. August für die Veranstaltung anmelden.

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Auszug aus der Presseschau

„Sächsischer Gründerinnenpreis gestartet.“ Eine Aufforderung zur Bewerbung auf blick.de.

„Dresden: Netzwerk für Demokratische Kultur erhält Preis für soziokulturelles Engagement.“ Ein Bericht über die Auszeichnung des NDK auf FOCUS Online.

"Markus Lanz vom 28. August 2018." Eine Talkshow des ZDF zu den aktuellen Geschehnissen in Sachsen.

"ZDF- Morgenmagazin vom 29. August 2018." Petra Köpping über eine gute Sicherheits- und Integrationspolitik im ZDF

"Die sächsische Ministerin Petra Köpping geht mit einem neuen Gleichstellungsgesetz in die Offensive", berichtet die Sächsische Zeitung

"Die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping kritisiert nach den Ausschreitungen in Chemnitz den geringen Widerstand durch die Zivilgesellschaft", schreibt die Süddeutsche Zeitung


 
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Termine



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Impressum: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs (V.i.S.d.P.), Postanschrift: Albertstraße 10, 01097 Dresden,
Telefon: 0351 - 56 45 49 10, Telefax: 0351 - 56 45 49 09, pressegi@sms.sachsen.de, www.smgi.sms.sachsen.de

Fotonachweis:
Titelbild (Petra Köpping): Katrin Pötzsch; GBGI (10); Fotolia/WavebreakMediaMicro (2), @ZDF/Cornelia Lehmann (1)