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Der Newsletter vom 06.09.2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

ein wichtiges Zeichen wurde am Montag mit dem "#wirsindmehr"-Konzert in Chemnitz gesetzt. Mehr als 65.000 Menschen versammelten sich, um sich friedlich gegen Rassismus und Hass auszusprechen. Unter ihnen waren viele, die sich im Alltag eher weniger politisch engagieren. Ich freue mich, dass gerade diese Menschen mit ihrer Präsenz gezeigt haben: Unser Ziel ist ein buntes, weltoffenes Sachsen. Ich möchte Sie, liebe Leserinnen und Leser, ermuntern, auch weiterhin Ihre Stimme zu nutzen und sich gegen jegliche Art von Ausgrenzung stark zu machen. 

Das, was in Sachsen gerade geschieht, bewegt und fordert uns alle auf unterschiedliche Art und Weise. Pauschalisierungen sind hier unangebracht und meiner Meinung nach sogar gefährlich. Nur weil sich Menschen gegen Rassismus aussprechen, sind diese Menschen nicht automatisch linkspolitisch orientiert. Nur weil Chemnitz Mittelpunkt dieser Debatte wird, bildet die Stadt keineswegs eine Hochburg von Rechtspopulisten. Ich fordere dazu auf, weiterhin ins Gespräch miteinander zu gehen. Wir müssen schauen, wo die Ursachen für den Unmut, der in den letzten Tagen zum Ausbruch gekommen ist, liegen. Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass dieser Unmut nicht mit Fremdenfeindlichkeit und Gewalt zu lösen ist, sondern mit einem friedlichen, konstruktiven Miteinander.

Herzlichst,

 

Petra Köpping
Staatsministerin für Gleichstellung und Integration 
beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


 
 

Landtagsdebatte in Dresden

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Petra Köpping plädiert im Landtag für Frieden, Demokratie und Sicherheit.

Während der Plenarsitzung im Landtag in Dresden am 5. September forderte die Sächsische Staatsministerin für Integration und Gleichstellung dazu auf, Haltung zu zeigen für Demokratie und Frieden - gegen Hass und Gewalt. Der Freistaat Sachsen, so Petra Köpping, stehe bereit und fördere ein vielfältiges Engagement. „Mir ist es wichtig, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und weiter zu verbessern“, sagte die Ministerin.


 
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Petra Köpping sprach mit "Fakt ist!"-Moderator Andreas F. Rock

Fakt ist! über die Folgen von Chemnitz

In der MDR-Sendung „Fakt ist!" diskutierte Petra Köpping am 3. September über die Folgen der Geschehnisse in Chemnitz. Politiker allein, so die Sächsische Integrationsministerin, könnten den Kampf gegen Rechtsextremismus nicht führen. Sie fordere die Zivilgesellschaft darum auf, aktiv zu werden. Weitere Gäste im Studio war die Chemnitzer Bürgerin Andrea Lein, der Innenpolitische Sprecher der CDU Christian Hartmann, der Journalist Toralf Staud, sowie Nancy Gibson, Leiterin der Musikschule Chemnitz. Die Sendung können Sie hier schauen.

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Die Staatsministerin schätzt den Austausch mit Bürgern und Bürgerinnen während ihrer Sprechstunde sehr.

Staatsministerin lud zur Sprechstunde

Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, lädt Bürgerinnen und Bürger regelmäßig in ihr Ministerinnenbüro zur Sprechstunde ein. Am 3. September durfte sie unter anderem Dr. Thomas Zschornak begrüßen. Er ist Bürgermeister der Gemeinde Nebelschütz und organisiert mit regionalen Vereinen regelmäßig internationale Gemeindefeste. Außerdem engagiert sich der Bürgermeister für den Erhalt der sorbischen Sprache und Traditionen. Petra Köpping ist dankbar über den Austausch mit ihm. 


 

„Ich biete als Ministerin gern eine Sprechstunde an, in der ich mich ganz individuell den Problemen und Vorschlägen der Bürgerinnen und Bürger widme.

Petra Köpping


 
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Petra Köpping in der Gesprächsrunde bei Anne Will.

Diskussion zu Chemnitz bei Anne Will

Am 2. September war die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, zu Gast bei Anne Will. In der gleichnamigen Sendung ging es diesmal um die Ausschreitungen in Chemnitz in den vergangenen Tagen. „Ein Pauschalisieren hilft uns nicht“, so die Integrationsministerin. „Ich glaube, es ist wichtig, Räume zu schaffen, in denen Menschen ihrem politischen Unmut Ausdruck verleihen können.“ Neben Petra Köpping waren auch Michael Kretschmer, Wolfgang Thierse, Olaf Sundermeyer und Serdar Somuncu im Studio. Die Sendung ist in der „das Erste“-Mediathek gespeichert und kann hier angesehen werde.

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Petra Köpping am Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig

Gedenken an die Vertreibung der Wolgadeutschen

Anlässlich der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Vertreibung der Wolgadeutschen besuchte Petra Köpping am 1. September das zeitgeschichtliche Forum Leipzig. Früher wie heute, so die Staatsministerin, habe sich Deutschland zu seiner Verantwortung gegenüber den Wolgadeutschen und ihren Angehörigen bekannt. „Ich will Sie gern weiter dabei unterstützen, wenn es darum geht, ein weltoffenes, friedliches, aber auch sicheres und rechtsstaatliches Miteinander gemeinsam in Sachsen zu erhalten“, verspricht die sächsische Integrationsministerin auch für die Zukunft.

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„Ich will nicht, dass sich in diesem Land irgendjemand als Bürger zweiter Klasse empfindet!“

Petra Köpping bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Vertreibung der Wolgadeutschen


 
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Petra Köpping spricht zum Thema "Nachwendeverarbeitung" auf Gut Gödelitz

Aufarbeitung der Nachwendezeit

Mit rund 200 Interessierten kam Petra Köpping auf Gut Gödelitz zusammen, um über das Thema „Aufarbeitung der Nachwendezeit: Wertschätzung und Anerkennung der Lebensleistung und Schicksale der Menschen im Osten“ zu sprechen. Die Sächsische Staatsministerin beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit dem Thema der Nachwendezeit und deren Folgen für Menschen in Ostdeutschland. Mit der Wende wurde das westdeutsche System in den Osten gebracht - und damit auch die Gesetze eines kapitalistischen Marktes, Arbeitslosigkeit und damit einhergehende Kränkungen. Diese wurden teilweise bis heute nicht aufgearbeitet. Die sächsische Ministerin will genau da ansetzen: „Das ungebrochene Interesse an dem Thema zeigt mir, dass wir weiter öffentlich darüber sprechen müssen. Und das werde ich tun.“

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Petra Köpping unterstützt die Aktion "Schule gegen Rassismus - Schule mit Courage".

Landestreffen „Schule ohne Rassismus“

Am 31. August fand das Landestreffen des Aktionsnetzwerkes „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ statt. Schulen, die diesen Titel tragen, verpflichten sich dazu, aktiv gegen jede Form von Diskriminierung, Gewalt und Mobbing vorzugehen. Petra Köpping, die das Landestreffen im Dresdner Hygiene-Museum vor 150 Gäasten eröffnete, bedankte sich bei allen, die sich beteiligen: „Ich weiß, dass dieses Engagement nicht immer begrüßt wird und es gerade am Anfang Widerstände und Vorbehalte gibt. Doch der Einsatz für Demokratie und Vielfalt in den Schulen hat sich gelohnt. Seit 20 Jahren ist die ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘ eine Erfolgsgeschichte in Sachsen.“ Mittlerweile wurden schon 91 sächsische Schulen als „Schule ohne Rassismus“ ausgezeichnet.

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Der Countdown läuft: Bewerbungsfrist endet bald!

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Begegnungsforum „Mädchen*- und Frauen*perspektiven in der sächsischen Migrationsgesellschaft“

Zahlreiche Mädchen und Frauen, die sich in der Gleichstellungs-, Flüchtlings- und Integrationsarbeit engagieren, trafen sich am 31. August und 1. September, um ihre Erwartungen an die sächsische Gleichstellungs- und Integrationspolitik zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Petra Köpping: „Uns ist besonders wichtig, dass wir mit einer geschlechtersensiblen Integrationsarbeit geflüchtete Frauen erfolgreich ansprechen. Wir wollen ihnen Möglichkeiten der Teilhabe und der persönlichen Entfaltung eröffnen. Außerdem schauen wir, wie wir gemeinsam die Situation von Migrantinnen und geflüchteten Frauen verbessern können.“

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Das Sachsengespräch ermöglicht den direkten Austausch mit Politikern und Politikerinnen.

Petra Köpping beim Sachsengespräch

Am 30. August traf die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Einwohner der Stadt Chemnitz zum „Sachsengespräch“. Gemeinsam mit Ministerpräsident Michael Kretschmer, Mitgliedern der Staatsregierung und der Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig stellte sich Petra Köpping den Fragen und Anregungen der Chemnitzer. Das „Sachsengespräch“ dient dem Ideen- und Gedankenaustausch zwischen Politikern und Bürgern. „In ungezwungener Atmosphäre wollen wir schauen, was wir gemeinsam für den Freistaat Sachsen bewegen können“, so Petra Köpping.

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„Mir geht es um die Solidarität mit Chemnitz, nicht um Stigmatisierung.“

Petra Köpping


 
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Einladung zum Fachtag

Der Paritätische Wohlfahrtsverband und die Arbeiterwohlfahrt Sachsen veranstalten am 2. Oktober einen Fachtag zum Thema „Ist das jetzt schon Diskriminierung? - Vielfalt nutzen und rechtssicher handeln“. Es wird Vorträge zum Diskriminierungsschutz im Arbeitsrecht und Diversity in Unternehmen geben. Außerdem gibt das Antidiskriminierungsbüro Leipzig einen Einblick in seine Arbeit. Die Veranstaltung findet in Dresden statt und ist kostenlos.

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Zuwanderungs-und Integrationskonzept des Freistaates Sachsen.

Hinweis: Zuwanderungs- und Integrationskonzept erhältlich

Das Zuwanderungs-und Integrationskonzept des Freistaates Sachsen kann ab sofort auf https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/31175 als Broschüre bestellt werden. Das Konzept enthält Ziele und Maßnahmen, um die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Sachsen noch stärker zu unterstützen. Die Broschüre ist kostenlos.

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Auszug aus der Presseschau

„Chemnitz kann überall sein." Ein Beitrag zur aktuellen Situation in Chemnitz von der az Aargauer Zeitung.

„Die Lüge von der Grenzöffnungskanzlerin." SPIEGEL online berichtet über die Situation in Chemnitz.

 „Wir müssen die Probleme nach Berlin tragen." Ein Artikel auf sz-online.

„Anne Will." Eine Sendung zu den Geschehnissen in Chemnitz und deren Folgen auf ARD.

„Petra Köpping zu den Ausschreitungen in Chemnitz." Ein Artikel auf Süddeutsche.de.

„Genossin für Herzenswärme." Ein Portrait zu Petra Köpping und ihrer Arbeit auf Cicero Online.

„Staatsministerin Petra Köpping eröffnet das jährliche Landestreffen des Aktionsnetzwerkes 'Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage in Sachsen'." Ein Artikel über das Landestreffen auf FOCUS Online.

„Gleichstellungsministerin Petra Köpping begrüßt sächsische Gründerinnen und Unternehmerinnen zum 2. Ladies Lunch in Naunhof." Ein Beitrag zum Ladies Lunch auf FOCUS Online.

„91 Schulen vorbildlich bei Engagement gegen Rassismus." Ein Beitrag über die Aktion "Schule ohne Rassismus" auf RTL Online.

„Pazderski-Kritik: Jahrelang falsche Politik." Stimmen zu den Geschehnissen in Chemnitz bei NDR.de.

„Sächsische Politik bewertet Umfrageergebnisse positiv." Eine Auswertung der Umfrage des Meinungsforschungs-Institut Infratest Dimap auf MDR.

 


 
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Die Wolgadeutschen

Als Wolgadeutsche bezeichnet man die Nachkommen deutscher Einwanderer, die sich im russischen Reich in der Zeit von Katharina der Großen am Fluss Wolga niederließen. Im Zweiten Weltkrieg wurden etwa 400.000 Wolgadeutsche in Arbeitslager in Sibirien und Zentralasien deportiert. Tausende starben dabei. Die Bundesrepublik Deutschland ermöglicht Wolgadeutschen seit den 1970er Jahren die Einreise und Einbürgerung in Deutschland.


 

Termine



11.09.2018
Kabinettssitzung
06.09.2018
Plenarsitzung
Dresden
 
13.09.2018
Konferenz: „Rechtsextremismus im ländlichen Raum
Leipzig
12.09.2018
Fachtag „Vielfalt in Kitas leben“
Chemnitz
 
11.09.2018
Friedensfest der Kinder Abrahams
Dresden
11.09.2018
Fachtag „Geschlecht: entweder drei oder keins. Herausforderungen und Chancen der Neuregelung des Personenstands“
Dresden
 
08.09.2018
27. Tag der Sachsen
Torgau
11.09.2018
Empfang tschechischer Delegation
 
06.09.2018
Gespräch mit Besuchergruppe aus Neuendettelsau über Nachwendezeit
Dresden
 
  Kalender
 

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Impressum: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs (V.i.S.d.P.), Postanschrift: Albertstraße 10, 01097 Dresden,
Telefon: 0351 - 56 45 49 10, Telefax: 0351 - 56 45 49 09, pressegi@sms.sachsen.de, www.smgi.sms.sachsen.de

Fotonachweis:
Titelbild (Petra Köpping): Katrin Pötzsch; SMGI (11); Fotolia/WavebreakMediaMicro.