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Der Newsletter vom 04.10.2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

in der vergangenen Woche wurde ich eingeladen, beim Deutschen Juristentag an der Diskussion „Kann Integration gelingen?" teilzunehmen. Ich mache im Rahmen solcher Veranstaltungen immer wieder darauf aufmerksam, dass nicht nur die Integration von Flüchtlingen mein Anliegen ist, sondern gleichermaßen die Integration von Deutschen, die sich aufgrund ihrer Biografie im eigenen Land benachteiligt oder unbeachtet fühlen.

Viele Menschen im Osten erfuhren Benachteiligungen nach der Wiedervereinigung von DDR und BRD. Sie standen vor der Aufgabe, sich an eine neue Gesellschaftsstruktur anzupassen. Es gab lange Zeit Menschen, die nicht wussten, wo im System sie überhaupt stehen. 

Natürlich geht es uns heute, 28 Jahre nach der Wende, in Ostdeutschland gut: Wir haben viel geschaffen. Wir haben wunderschöne Städte mit tollen Gebäuden, eine gute Infrastruktur. Doch wir dürfen nicht aufhören, auf die Menschen hier zu schauen. Genau hinzuschauen und den Ursprung von Problemen erkennen anstatt nur die Symptome zu bekämpfen - genau das habe ich mir zur Aufgabe gemacht. 

Viel Freude beim Lesen des Newsletters wünscht Ihnen

 

Petra Köpping
Staatsministerin für Gleichstellung und Integration 
beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


 
 

Ministerin spricht über Trauma der Nachwendezeit

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Petra Köpping im Studio bei MDR Kultur.

Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, sprach Petra Köpping in einer Spezialsendung im MDR Kultur zum Thema „Trauma Nachwendezeit". Die Sächsische Staatsministerin für Integration und Gleichstellung erklärte in der Sendung, woher die Wut vieler Ostdeutscher und ihr Misstrauen in die Politik kommen. Weiterhin forderte Petra Köpping eine gesamtdeutsche Aufarbeitung der Nachwendezeit. „Nur so können wir bestehende Probleme lösen", meint die Ministerin.

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Die Sächsische Staatsministerin im Gespräch mit dem ArteJournal.

Petra Köpping spricht mit ArteJournal

Am 2. Oktober sprach die Sächsische Integrations- und Gleichstellungsministerin Petra Köpping mit dem ArteJournal über das Thema „Nachwendezeit". Der Beitrag wurde am Tag der Deutschen Einheit ausgestrahlt. Petra Köpping dazu: „Gerade im Vorfeld des Tages der Deutschen Einheit erreichten mich viele Anfragen von Journalistinnen und Journalisten. Ich finde es gut, dass wir diesen Tag auch dafür nutzen, um miteinander im Gespräch zu bleiben.“

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Die Sächsischen Staatsministerin für Integration und Gleichstellung beim Sachsengespräch in Dresden.

Ministerin begrüßt zum Sachsengespräch

Am 1. Oktober nahm sich Petra Köpping Zeit für die Fragen und Anliegen der  Dresdner Bürgerinnen und Bürger. Viele Einwohner der Stadt nutzten die Einladung zum Sachsengespräch in der Staatskanzlei. Die Sächsischen Staatsministerin für Integration und Gleichstellung zeigte sich im Anschluss der Veranstaltung zufrieden: „Ich danke allen Gesprächspartnerinnen und -partnern für den engagierten Austausch“. Das nächste Sachsengespräche findet am 10. Oktober in Leipzig statt.

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Petra Köpping im Gespräch mit Martin Dulig, Kathrin Lübcke, Michael Peukert sowie den Bewohnerinnen und Bewohnern des Wohnverbundes.

Petra Köpping besucht Wohnverbund

Petra Köpping besuchte am 28. September den Wohnverbund Katharina von Bora, um über die aktuellen Bedürfnisse und Herausforderungen von Menschen mit Behinderungen zu sprechen. Der Wohnverbund gehört zum Diakonischen Werk Innere Mission Leipzig e.V. und bietet Menschen mit geistigen oder mehrfachen Behinderungen Wohnraum oder Unterstützung beim Leben in ihren eigenen vier Wänden. Im Gespräch mit Martin Dulig, der Leiterin des Wohnverbundes Kathrin Lübcke, dem Leiter des Projektes "Mittendrin in Markkleeberg“ Michael Peukert sowie den Bewohnerinnen und Bewohnern suchte die Integrationsministerin nach Lösungen für noch bestehende Probleme, denen behinderte Menschen im Alltag begegnen. „Ich danke dem Projektteam ganz herzlich für ihr positives Engagement“, sagte Petra Köpping nach dem Treffen.

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Petra Köpping auf dem Podium beim Deutschen Juristentag.

Petra Köpping beim Deutschen Juristentag

„Kann Integration gelingen?“ - diese Frage diskutierte Petra Köpping mit dem israelischen Buchautor, Politologe und Offizier Arye Sharuz Shalicar in Leipzig. Dort fand vom 26. bis 28. September der 72. Deutsche Juristentag statt. „Integration bedeutet für mich Teilhabe, die unter anderem dann gelingt, wenn Angebote angenommen und gelebt werden“, sagte die Integrationsministerin während der Diskussion.

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„Man muss politisch besetzte Griffe wie Integration und Gleichstellung immer wieder neu definieren und der Zeit anpassen."

Petra Köpping im Interview für rbb


 
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Die Filmreihe GutMensch* ist noch bis 15. November zu sehen.

Hinweis: Kurzfilme für Geschlechtergerechtigkeit

Die LAG Queeres Netzwerk Sachsen, die LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen und das Genderkompetenzzentrum Sachsen kooperieren mit dem Filmfest Dresden und laden ein zur Kurzfilmreihe GutMensch*: In künstlerisch gestalteten Filmen wird gesellschaftliche und menschliche Vielfalt abgebildet. Doch nicht nur die Vielfalt der Geschlechter, der Lebensweisen, der Identitäten und der Biographien ist Thema. Auch die Gewalt, die Menschen aufgrund ihres angeblichen „Andersseins“ erleiden, findet Ausdruck. Vom 2. Oktober bis 15. November touren die Veranstalter mit ihrem aus sechs Kurzfilmen bestehenden Programm durch Dresden, Torgau, Großenhain, Markkleeberg, Görlitz, Olbernhau und Plauen. Die Filme laufen entweder ohne Dialog, auf Deutsch oder teilweise mit deutschen Untertiteln. Zwischen und nach den Filmen gibt es Raum für Gespräche und Diskusssionen. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird aber gebeten. 

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„Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Identität zu diskriminieren, geht einfach nicht. Vielfalt macht unser Sachsen aus. Ich wünsche mir, dass das bei jedem ankommt."

Petra Köpping zur Vielfalt in Sachsen


 

Einladung zum Fachtag „Vielfalt in die Pflege“

Um die pflegerische Versorgung und Betreuung von lesbischen, schwulen und bisexuellen sowie trans*- und inter*geschlechtlichen Menschen in den Blick zu nehmen, findet am 13. November in Dresden die Fachtagung „Vielfalt in die Pflege“ statt. Die Veranstaltung richtet sich an Verantwortliche und Pflegende in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie alle Interessierten. Noch bis einschließlich 30. Oktober haben Interessenten die Möglicheit, sich unter veranstaltung@gerede-dresden.de für den Fachtag anzumelden. Der Teilnahmebeitrag beträgt 30 Euro.

 

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Ein Jahr Ehe für Alle

Ein Jahr ist es her, dass der Bundestag die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare öffnete. Seit dem 1. Oktober 2017 können homosexuelle Paare in Deutschland heiraten. Eine genaue Statistik dazu, wie viele homosexuelle Menschen sich seitdem das Ja-Wort gaben, gibt es nicht. Schätzungsweise traten aber über 10.000 Menschen in den Bund der gleichgeschlechtlichen Ehe ein oder wandelten die bereits eingetragene Lebenspartnerschaft in den Stand der Ehe um. 

 


 
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Welche Frage sollte Ihrer Meinung nach dringend diskutiert werden? Meine Antwort: „Wie bekommen wir Gerechtigkeit in Ost und West so schnell wie möglich geregelt?"


 
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Auszug aus der Presseschau

„Petra Köppings Streitschrift für den Osten." Ein Videobeitrag zu den Auswirkungen der Wende auf die Menschen im Osten im MDR.

„Debatte vor dem 3. Oktober 'Jetzt entscheidet sich, ob dieses Land zusammengehört'." Ein Bericht über die aktuellen Unterschiede zwischen dem Osten und Westen Deutschlands in der Berliner Zeitung.

„Narben auf der Seele, lebenslang." Ein Artkel über die Integration Ostdeutscher ins eigene Land auf Deutschlandfunk Kultur.

„Sachsen und der Rechtsextremismus." Ein Beitrag zur aktuellen politischen Lage in Sachsen auf Inforadio RBB.

„Wie groß ist die Mauer im Kopf, Petra Köpping?"  Ein Interview mit der Sächsischen Staatsministerin auf rhein-zeitung.de.

„Die große Abschreibung." Ein Artikel zur Nachwendezeit und deren Auswirkung auf freiepresse.de.

 


 
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Deutscher Juristentag

Der Deutsche Juristentag e.V. vereint Juristinnen und Juristen aus ganz Deutschland. Die rund 5.000 Mitglieder des Vereins sind unterschiedlichen Alters und stammen aus allen Berufsgruppen. Ziel des Vereins ist es, auf wissenschaftlicher Grundlage die Notwendigkeit von Änderungen und Ergänzungen der Rechtsordnung zu untersuchen. Der Deutsche Juristentag schlägt Möglichkeiten zur Fortentwicklung des deutschen Rechts vor, weist auf Rechtsmissstände hin und initiiert immer wieder lebendige Diskussionen zwischen Juristen aller Berufsgruppen und Fachrichtungen. Zu diesem Zweck veranstaltet der Verein seit 1860 alle zwei Jahre in einer anderen deutschen Stadt den 'Deutschen Juristentag', einen Kongress mit 2.500 bis 3.500 Teilnehmern. 


 

Hinweis: Nächster Newsletter am 25.Oktober

Aufgrund der anstehenden Herbstferien erscheint der nächste Newsletter erst wieder am 25. Oktober. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern bis dahin eine schöne Zeit!


 

Termine



10.10.2018
Sachsengespräch
Leipzig
23.10.2018
Podiumsdiskussion: Vielfalt lehren
Leipzig
 
19.10.2018
Bundesrat
Berlin
24.10.2018
Verbändegespräch
Leipzig
 
02.10.2018
Kabinettssitzung
Dresden
24.10.2018
Ministerinnensprechstunde
Dresden
 
  Kalender
 

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Impressum: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs (V.i.S.d.P.), Postanschrift: Albertstraße 10, 01097 Dresden,
Telefon: 0351 - 56 45 49 10, Telefax: 0351 - 56 45 49 09, pressegi@sms.sachsen.de, www.smgi.sms.sachsen.de

Fotonachweis:
Titelbild (Petra Köpping): Katrin Pötzsch; SMGI (5); Fotolia/WavebreakMediaMicro.