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Der Newsletter vom 25.10.2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

in der vergangenen Woche durfte ich einige bewegende Gespräche über die  Auswirkungen der Nachwendezeit auf die Menschen in Ostdeutschland führen. Ich merke immer wieder, wie sich die Ostdeutschen regelrecht danach sehnen, sich zum Thema auszutauschen, von ihren ganz eigenen Erfahrungen zu berichten und - endlich - gesehen zu werden.

Das hat nichts mit "Jammern" zu tun, eher mit dem Äußern eines Bedürfnisses, was lange unterdrückt wurde: Das Bedürfnis nach Anerkennung. Viele Menschen hier in Sachsen haben nach der Wende ihren Beruf verloren und damit auch einen Lebensmittelpunkt. Nun halten sie einen Rentenbescheid in der Hand, der ihnen Existenzängste bringt. 

Um für das Thema zu sensibilisieren, habe ich in der letzten Woche z.B. mit Münchner Bürgerinnen und Bürgern gesprochen. Ich habe viel Verständnis erfahren. Das zeigt mir wieder, wie wichtig es ist, offen zu reden und sich auszutauschen.

Viel Freude beim Lesen des Newsletters wünscht Ihnen

 

Petra Köpping
Staatsministerin für Gleichstellung und Integration 
beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


 
 

„Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, müssen von ihrer Rente leben können. Egal, wo in Deutschland sie leben."

Petra Köpping im MDR-Interview bei "Hier ab 4"


 

Lesung „Buch der Briefe DDR-geschiedener Frauen“

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Petra Köpping zu Gast bei der Buchlesung in Dresden.

Im Rahmen der Lesung aus dem „Buch der Briefe DDR-geschiedener Frauen“ am 24. Oktober richtete Gleichstellungsministerin Petra Köpping einige Worte an die zahlreich erschienenen Gäste. In dem Buch berichten ostgeschiedene Frauen von ihrem Lebensalltag in der DDR und über die an sie gestellten Herausforderungen. Die Nichtbehandlung der Anliegen DDR-geschiedener Frauen, beispielsweise im Rentenüberleitungsgesetz von 1992, wurde auch in Dresden zur Kenntnis genommen. 


 
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Über 150 Gäste waren beim Verbändegespräch in Leipzig anwesend.

Verbändegespräch in Leipzig

Am 24. Oktober fand in Leipzig das 10. Verbändegespräch Integration statt. Unter dem Motto „Migration - eine Chance für den Wirtschaftsstandort Sachsen“ diskutierten die ca. 150 Teilnehmenden darüber, wie die berufliche Integration von Migranten verbessert werden kann. So sollen Fachkräfte aus dem Ausland gezielt rekrutiert werden und das Arbeitspotential von geflüchteten Menschen gefördert werden. “Ohne eine gelebte Willkommenskultur werden wir keine Fachkräfte in Sachsen begrüßen können", so Integrationsministerin Köpping bei der Veranstaltung. Außerdem wurden bei der Veranstaltung bereits existierende Modelle, die Migrantinnen und Migranten den Zugang zum sächsischen Bildungs- und Arbeitsmarkt erleichtern, vorgestellt.

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Petra Köpping beim Fachtag gegen Homo-, Trans* - und Inter*feindlichkeit im Schulalltag.

"Vielfalt* lehren": Fachtag in Leipzig

Es ist wichtig, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt bereits in die Ausbildung von zukünftigen Lehrern einzubringen. Darum fand am 23. Oktober in der Universität Leipzig der Fachtag „Vielfalt* Lehren?! Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Lehre des Lehramtsstudiums“ statt. Die Sächsische Integrationsministerin Petra Köpping nahm an dieser Veranstaltung teil. „Das Ziel muss sein, dass sich Lehrende sicherer und kompetenter fühlen, um im Lehr- und Schulkontext sexuelle Vielfalt zu thematisieren und bei Diskriminierung zu intervenieren“, so die Ministerin. 

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Petra Köpping und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter.

Petra Köpping diskutiert Integration und Demokratie in München

Am Montag, den 22. Oktober traf Petra Köpping den Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter. Die Themen des Treffens zwischen dem Oberbürgermeister und der Sächsischen Staatsministerin waren die kommunale Integrationspolitik und Demokratieförderung. Am Abend hatten die Bürgerinnen und Bürger der Stadt dann Gelegenheit, mit der Ministerin über die Folgen der Wiedervereinigung Deutschlands und die Erfahrungen der Ostdeutschen in der Nachwendezeit zu sprechen: „Ich freue mich, dass ich erneut die Gelegenheit habe, mit Bürgerinnen und Bürgern im Westteil Deutschlands ins Gespräch zu kommen. Hier werden die Diskussionen um Themen wie Integration, Demokratie und Nachwendezeit anders geführt als in Sachsen. Ich verspreche mir von meinem Besuch ein tieferes Verständnis auf beiden Seiten für die unterschiedlichen Bedürfnisse in Ost und West. Und ich wünsche mir Impulse für die Weiterentwicklung unserer Integrationspolitik, auch hier ist das Bundesland Bayern in vielen Punkten ein gutes Vorbild.“


 

„Die Menschen in Ostdeutschland haben andere Bedürfnisse als die Westdeutschen. Dafür muss ein Verständnis entwickelt werden.“

Petra Köpping zum Thema Nachwendezeit


 
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Die Sächsische Staatsministerin beim Treffen in München mit Bart Somers und Boris Pistorius.

Beispielhafte Integrationspolitik aus Mechelen

Am 18. Oktober besuchte Petra Köpping die belgische Stadt Mechelen. Mit Bürgermeister Bart Somers sprach sie darüber, wie es der Stadt gelungen ist, die räumliche Trennung von Migranten und Belgiern in bestimmten Wohnquartieren aufzuheben und die Kriminalitätsrate rapide zu senken. „Ein wirklich interessantes und beeindruckendes Gespräch“, fasst die Sächsisches Staatsministerin zusammen. „Ich freue mich, dass sich Herr Somers die Zeit dafür nehmen konnte." Auch der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius war zufälligerweise zur selben Zeit vor Ort. Mit ihm konnte sich die Sächsische Ministerin für Integration ebenfalls austauschen und Impulse für ihre weitere Arbeit mitnehmen.


 
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In Brüssel traf Petra Köpping u.a. Constanze Krehl, Mitglied des Ausschusses für regionale Entwicklung.

Petra Köpping reist nach Belgien

Vom 15. bis 17. Oktober unternahm die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration einen Arbeitsbesuch in Belgien. In Brüssel traf sich Petra Köpping mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments und Mitgliedern der Europäischen Kommission zu Gesprächen über regionale Entwicklung, Förderung von Integrationsmaßnahmen und Migrationspolitik. Petra Köpping: „Die enge Abstimmung mit den Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Organe des europäischen Parlamentes ist außerordentlich wichtig, gerade auch im Bereich der Integrationspolitik. Ich nutze die Gespräche, um mich einerseits über geplante Vorhaben zu informieren und um andererseits auf die konkreten Bedarfe vor Ort hinzuweisen.“


 
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Das Sachsengespräch in der Universität Leipzig fand regen Zuspruch.

Sachsengespräch in Leipzig

Mehr als 500 Bürgerinnen und Bürger besuchten am 10. Oktober das Sachsengespräch in Leipzig. „Demokratie, Integration und interkulturelle Bildung - das sind die Themen, die die Leipziger zur Zeit am meisten bewegen“, stellt Petra Köpping fest. Die Sächsische Integrations- und Gleichsstellungsministerin bedankt sich bei allen, die den Abend nutzten, um mit ihr und weiteren Politikern ins Gespräch zu kommen.


 

„Die Sachsen haben heute ein Heimatbewusstsein, was es früher so nicht gab.“

Petra Köpping im Tagesspiegel


 
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Petra Köpping im Gespräch bei "Hier ab 4".

Petra Köpping bei "Hier ab 4"

Petra Köpping war am 10. Oktober zu Gast im MDR-Studio. Bei „Hier ab vier“ sprach sie mit Moderator René Kindermann über die Herausforderungen, die die deutsche Wiedervereinigung für viele Ostdeutsche mit sich brachte. Außerdem beantwortete sie Zuschauerfragen und ermutigte dazu, weiterhin über die Ost-West-Unterschiede zu sprechen. So spielt das Thema Altersarmut gerade in Ostdeutschland eine große Rolle. Die Sächsische Ministerin meint dazu: „Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, müssen von ihrer Rente leben können. Egal, wo in Deutschland sie leben.“


 
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Der Landesfrauenrat Sachsen initiiert die Frauenwoche 2018.

Ankündigung: Sächsische Frauenwoche

Der Landesfrauenrat Sachsen e.V. initiiert vom 16.- 26. November die Sächsische Frauenwoche 2018.  Unter dem Motto „Gewalt beginnt nicht mit Schlägen“ finden sachsenweit 60 Veranstaltungen statt, die für häusliche und sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen sensibilisieren sollen. Petra Köpping ist Schirmherrin der Sächsischen Frauenwoche 2018 und wird an einigen Veranstaltungen auch selbst teilnehmen. Das vollständige Programm, Veranstaltungen in Ihrer Nähe und alle Informationen zur Frauenwoche finden Sie hier.

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Auszug aus der Presseschau

„Eine Quote für den Osten?" Ein Beitrag in der Lausitzer Rundschau.

„Petra Köpping sammelt Unterschriften für Volksantrag 'Längeres gemeinsames Lernen'." Ein Beitrag für gerechtere Schulen in der Leipziger Internet-Zeitung

„Es begann mit einer Wette und einem Bierdeckel." Ein Artikel zum Jubiläum des Chores Großpösna in der Leipziger Volkszeitung.

„Steuerverschwendung: Köpping weist Vorwürfe zurück." Petra Köpping zur Verwendung von Steuergeldern in der Leipziger Volkszeitung.

 


 
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Integration in der Stadt Mechelen

Mechelen ist eine belgische Stadt in der Provinz Antwerpen mit etwa 86.000 Einwohnern. Der Stadt ist es gelungen, die räumliche Trennung von Migranten und Einheimischen in bestimmten Wohnquartieren aufzuheben und die Kriminalitätsrate rapide zu senken. Der Bürgermeister, Bart Somers, verfolgt dabei eine Politik mit zwei wesentlichen Merkmalen:  Auf der einen Seite setzt Somers auf Null-Toleranz gegenüber Kriminalität. Durch die Ausweitung von Überwachungskameras und die Aufstockung von Polizeikräften macht Somers Dealer, Hehler und Kriminelle in Mechelen einen Strich durch die Rechnung. Auf der anderen Seite legt der Bürgermeister viel Wert auf Integration. So hat er z.B.  die Grüppchenbildung von Migranten und Einheimischen durch gemischte Schulklassen unterbrochen. Außerdem schaffte er ein Bewusstsein dafür, dass alle Menschen der Stadt respektvoll und friedlich in Vielfalt leben können.


 

Termine



05.11.2018
Fachtag für Gründerinnen
Leipzig
30.10.2018
Kabinettsitzung
Sächsische Staatskanzlei Dresden
 
03.11.2018
Premiere Theaterstück zur Nachwendezeit
Chemnitz
07.11.2018
Plenarsitzung
Dresden
 
01.11.2018
Podiumsdiskussion zu LGBTTI in Europa
Prag
08.11.2018
Plenarsitzung
Dresden
 
  Kalender
 

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Impressum: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs (V.i.S.d.P.), Postanschrift: Albertstraße 10, 01097 Dresden,
Telefon: 0351 - 56 45 49 10, Telefax: 0351 - 56 45 49 09, pressegi@sms.sachsen.de, www.smgi.sms.sachsen.de

Fotonachweis:
Titelbild (Petra Köpping): Katrin Pötzsch; SMGI (5); Anika Dollmeyer (1); Fotolia/WavebreakMediaMicro.