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Der Newsletter vom 31.01.2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,  

im Dezember 2019 hat das Kabinett ein Gesetz zur Zuwanderung von Fachkräften in Deutschland verabschiedet. Das sogenannte Fachkräftezuwanderungsgesetz eröffnet dem Wirtschaftsstandort Sachsen neue Perspektiven: Ausländerinnen und Ausländer, die bereits einen Berufsabschluss haben, können nach Deutschland kommen und hier freie Stellen besetzen. Dies war bisher nur ausländischen Universitätsabsolventen und Fachkräften in Mangelberufen vorbehalten. Mit dieser Lockerung der Zuwanderungsvorschriften könnte ein bundesweites Wirtschaftswachstum zwischen 0,5 bis ein Prozent erreicht werden.

Auch dem Fachkräftemangel wie zum Beispiel in der Textil- und Bekleidungsindustrie kann mit dem Fachkräftezuwanderungsgesetz entgegengewirkt werden.

Letztlich setze ich mich aber für einen doppelten Spurwechsel ein. Das heißt, wir dürfen diejenigen Geflüchteten die sich schon integriert haben oder gerade dabei sind, die arbeiten oder eine Ausbildung machen, nicht abschieben. Diejenigen aber, die sich nicht an unsere Gesetze halten, müssen unser Land wieder verlassen.  Das umzusetzen, liegt in der Verantwortung des Bundes.

Jedoch ist es wichtig, dass wir in Sachsen eine echte Willkommenskultur leben, denn sonst wird Sachsen als Wohn- und Arbeitsplatz für unsere Mitmenschen aus dem Ausland unattraktiv. Darum bin ich dankbar, dass so viele Bürgerinnen und Bürger Zivilcourage beweisen und sich für zugewanderte Menschen einsetzen – egal ob in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit.

Viel Spaß beim Lesen des Newsletters wünscht Ihnen

 

Petra Köpping
Staatsministerin für Gleichstellung und Integration 
beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


 
 
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Jahresauftrakt im Ministerium

Am 29. Januar 2019 fand im Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration eine Neujahrsbegegnung statt, an der fast 200 Menschen teilgenommen haben. Eingeladen waren nicht nur Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner der vergangenen Monate und Jahre. Auch interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten der Einladung folgen. Alle Teilnehmenden seien darin geeint, so Staatsministerin Köpping, dass sie sich für Gleichstellung, für Integration, für ein Weltoffenes Sachsen einsetzen würden. „Meine Bitte ist: Gehen Sie raus, reden Sie mit den Menschen, bieten Sie Gespräche an, um die Demokratie zu stärken“, lautet Köppings Appell des Abends.


 
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Neujahrsempfang Gleichstellungsbüro der Uni Leipzig

Am 24. Januar 2019 haben das Gleichstellungsbüro der Universität Leipzig und die Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen zum Neujahrsempfang im „Chocolate Keller“ in Leipzig geladen. Auch Staatsministerin Köpping war vor Ort, um ein Grußwort zu sprechen. Musikalisch begleitet wurde der Abend durch die Band Strehl. „Ein gelungener Abend“, fasst die Ministerin den Empfang zusammen.


 
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Petra Köpping besucht EOK-Fachtagung

In Sachsen werden regelmäßig sogenannte „Erstorientierungskurse“ (EOK) für geflüchtete Menschen angeboten. Am 28. Januar 2019 fand dazu eine Fachtagung unter dem Titel „Ankommen, Zurechtfinden, Gemeinsam gestalten – Erstorientierungskurse in Sachsen“ statt, um bestehende Projekte zu koordinieren und einen Blick auf die Potentiale der Erstorientierungskurse sowie aktuelle Herausforderungen zu werfen. Petra Köpping hat die Fachtagung mit einem Grußwort eröffnet. Die Kurse gehen auf das Modellprojekt „Wegweiserkurse“ zurück, die 2015 gestartet sind. Seit 2017 werden die Kurse als Regelangebot in allen Erstaufnahmeeinrichtungen durchgeführt. Ziel ist es, Geflüchteten einen einfachen Einstieg in die deutsche Sprache zu ermöglichen und einen ersten Einblick in die deutsche Kultur zu vermitteln.


 
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Mit dem Hashtag #weremember wird an den Holocaust und dessen schlimme Folgen gedacht.

Holocaust-Gedenktag

Am 27. Januar 2019 fand im Sächsischen Landtag eine Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus statt. „Mit dem heutigen Tag verbinde ich die eindringliche Warnung, dass wir nie vergessen dürfen, welche schrecklichen Dinge im Dritten Reich geschehen sind", so die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration. Der 27. Januar ist seit 1996 staatlich anerkannter Feiertag in Deutschland. An diesem Tag wird an öffentlichen Gebäuden Trauerbeflaggung gesetzt. Viele bundesweite Veranstaltungen wie Lesungen, Theateraufführungen und Gottesdienste erinnern an die Verbrechen der Nationalsozialisten. Durch die Veranstaltungen sollen auch jüngere Generationen dafür sensibilisiert werden, was geschieht, wenn die Würde des Menschen antastbar wird.


 

„In unserem Freistaat haben Rassismus und Antisemitismus nichts zu suchen."

Petra Köpping 


 
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Lions Club Markkleeberg

Am 25. Januar 2019 traf sich Staatsministerin Petra Köpping mit den Mitgliedern des Lions Clubs Markkleeberg und dessen Präsidentin Susanne Klamann, um über gelingende Integration in Sachsen zu sprechen. Es wurde deutlich, dass ein handlungsfähiger Staat zwar die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben ist, die Herausforderungen und Aufgaben unserer Zeit jedoch nur gemeinsam gemeistert werden können. Der Lions Club Markkleeberg hat sich zum Ziel gesetzt, sozial schwache und bedürftige Menschen, sowie Kinder und Jugendliche zu fördern und zu unterstützen. 


 
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Petra Köpping ließ es sich nicht nehmen, Bernd Merbitz persönlich zu verabschieden.

Petra Köpping verabschiedet Bernd Merbitz

Am 25. Januar 2019 verabschiedete sich der Polizeipräsident der Polizeidirektion Leipzig, Bernd Merbitz, aus dem Dienst. Petra Köpping ließ es sich nicht nehmen,  ihn persönlich zu verabschieden und für sein jahrelanges Engagement zu danken: „Ich wünsche Herrn Merbitz vor allem Gesundheit und viel Erfolg bei seinen zukünftigen Vorhaben." Der 62-Jährige war Landespolizeipräsident in Sachsen, wurde 2012 zum Leipziger Polizeipräsidenten berufen und leitete die Polizeidirektion Leipzig. In Zukunft will sich der 62-Jährige der Politik widmen.

 


 
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Die Geschichtsmesse in Suhl fand bereits zum zwölften Mal statt.

Petra Köpping auf Geschichtsmesse in Suhl

Petra Köpping reiste am 25. Januar 2019 nach Suhl, um dort an einer Podiumsdiskussion auf der Geschichtsmesse teilzunehmen. Gemeinsam mit dem Thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, dem Bürgerrechtler Frank Richter, dem Schriftsteller Klaus-Rüdiger Mai und Dr. Peter Wurschi, Thüringens Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, diskutierte Petra Köpping Fragen wie „Gibt es im Osten ein Demokratiedefizit oder nur andere Auffassungen?" und  „Was hat die Ostdeutschen so tief verletzt, dass sie dieser Demokratie misstrauen?“ Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration betonte, dass aus Ostdeutschland gute Impulse für ganz Deutschland kommen können. 


 

„Die Probleme im Osten sind meines Erachtens nur ein Brennglas für ganz Deutschland.“

Petra Köpping auf der Geschichtsmesse in Suhl


 
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Petra Köpping mit den frisch zertifizierten Antidiskriminierungsberaterinnen und -beratern.

Antidiskriminierungsberaterinnen und -berater erhielten Zertifikate

Sieben Antidiskriminierungsberaterinnen und -berater dürfen nun offiziell in Sachsen tätig sein. Sie bekamen am 24. Januar 2019 ihre Ausbildungs-Zertifikate von Petra Köpping überreicht. Die Sächsische Ministerin für Gleichstellung und Integration betont, wie wichtig die Tätigkeit der Beraterinnen und Berater ist: „Die Antidiskriminierungsberaterinnen und -berater helfen Betroffenen ganz konkret, vermitteln Kontakte und klären auf. Sie sensibilisieren die Öffentlichkeit für das Thema und helfen, Diskriminierung – zum Beispiel in Arbeitsverhältnissen – abzubauen. Ich wünsche ihnen viel Erfolg für ihre Arbeit." 

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„Wir arbeiten an dem Ziel, für Sachsen eine Kultur zu etablieren, in der alle mit Respekt behandelt werden, in der Vielfalt gelebt werden kann und diese Vielfalt auch wertgeschätzt wird.“

Petra Köpping im Rahmen der Zertifizierung der Antidiskriminierungsbeauftragten in Sachsen


 
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Veranstaltungshinweis: Tag der Nachbarn

Am 24. Mai 2019 findet der nächste „Tag der Nachbarn" statt. An diesem Tag sind Menschen herzlich dazu eingeladen, sich in ihrer Nachbarschaft zu einem Fest zu treffen, ins Gespräch miteinander zu kommen und sich kennenzulernen. Auch soziale Institutionen, Vereine, Kitas und Schulen können sich an dem Aktionstag, initiiert von der nebenan-Stiftung, beteiligen und so langfristige nachbarschaftliche Beziehungen aufbauen. Jedes auf www.tagdernachbarn.de angemeldete Fest wird mit einer Mitmach-Box unterstützt, in der sich Dekoration, nützliche Materialien, Anregungen und Einladungen befinden.

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Bundestiftung Aufarbeitung

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (kurz: Bundesstiftung Aufarbeitung) wurde am 5. Juni 1998 vom Deutschen Bundestag per Errichtungsgesetz gegründet und hat ihren Sitz in Berlin. Vorstandvorsitzender ist Rainer Eppelmann.  Die Stiftung verfolgt das Ziel, die Geschichte der SED-Diktatur in der DDR aufzuarbeiten und die Folgen derTeilung Deutschlands und Europas vor 1989 zu überwinden. Außerdem möchte die Bundesstiftung gemeinsam mit anderen Institutionen und Partnern eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung mit den kommunistischen Diktaturen in Deutschland und Europa anregen. Einmal im Jahr lädt die Bundesstiftung Aufarbeitung zur Geschichtsmesse ein, die ein umfangreiches Programm an Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Filmen bietet. Außerdem informiert die dreitägige Messe über aktuelle Austellungen, Schulprojekte, Dokumentarfilme und Publikationen zur deutschen und europäischen Teilungsgeschichte.

 

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Aus der Presseschau

„118 Flüchtlinge sind voriges Jahr freiwillig zurückgekehrt.“ Ein Bericht über die Situation im Landkreis Mittelsachsen in der Freien Presse

„Köpping übergibt Zertifikate an Antidiskriminierungsberater.“ Eine Meldung über die Ausbildung in der Antidiskriminierungshilfe auf t-online.de.

„Geschichtsmesse: 30 Jahre Demokratie in Ost und West.“ Ein Stück über die Geschichtsmesse in Suhl und Petra Köppings Podiumsauftritt auf www.inSüdthüringen.de

 „Integriert doch erst mal uns!“ Ein Interview mit Petra Köpping über den Wendefrust der Ostdeutschen auf web.de.

„Die allermeisten Geflüchteten wollen arbeiten“. Ein Interview unter anderem zur Gleichstellung, den Wahlen in Sachsen und zur Integration in der LVZ.


 

Termine



04.02.2019
Ostforum zur Nachwendezeit „Wir müssen darüber reden“
Leipzig
06.02.2019
Das Sachsengespräch
Zwickau
 
05.02.2019
Kabinettssitzung
Dresden
07.02.2019
Festveranstaltung „Demokratie braucht Demokraten“
Berlin
 
05.02.2019
Ministerinnensprechstunde
Dresden
08.02.2019
Ephraim Carlebach Stiftung Fördermittelbescheidübergabe
Leipzig
 
  Kalender
 

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Impressum: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs (V.i.S.d.P.), Postanschrift: Albertstraße 10, 01097 Dresden,
Telefon: 0351 - 56 45 49 10, Telefax: 0351 - 56 45 49 09, pressegi@sms.sachsen.de, www.smgi.sms.sachsen.de

Fotonachweis:
Titelbild (Petra Köpping): Katrin Pötzsch; SMGI (8); Fotolia/WavebreakMediaMicro.