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Der Newsletter vom 18.04.2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in meiner täglichen Arbeit stoße ich immer wieder auf die Wörter „Toleranz“ und „Akzeptanz“. Die Begrifflichkeiten werden von vielen Menschen synonym verwendet, den Unterschied in der Bedeutung nehmen wir kaum noch wahr. Und doch gibt es einen. Es gilt als vorbildlich, „tolerant“ zu sein – doch reicht das?

Das lateinische Wort 'tolerare' beschreibt eine Duldsamkeit, das Gelten- oder Gewährenlassen von Dingen, die man nicht ändern kann. Toleranz ist also das Dulden fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten. Akzeptieren heißt jedoch, etwas Gutzuheißen und Anzunehmen. Es beschreibt einen aktiven Vorgang über das Tolerieren hinaus. An diesem Vorgang ist der Mensch maßgeblich selbst beteiligt. Ich wünsche mir, dass wir in Sachsen nicht nur tolerant leben, sondern Vielfalt akzeptieren, Willkommen heißen und neugierig annehmen.

Viel Spaß beim Lesen des Newsletters wünscht Ihnen

 

Petra Köpping
Staatsministerin für Gleichstellung und Integration 
beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


 
 

Jobmesse „Jobs mit Vielfalt“ in Chemnitz eröffnet

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Petra Köpping bei der Chemnitzer Jobmesse.

Integrationsministerin Petra Köpping eröffnete am 18. April in Chemnitz die Jobmesse „Jobs mit Vielfalt“. In ihrem Grußwort machte die Ministerin deutlich, dass den Herausforderungen der heutigen und zukünftigen Arbeitswelt mit Ideenreichtum begegnet werden kann. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber stehen vor der großen Aufgabe, mit innovativen Konzepten ein attraktives Umfeld zu schaffen und auch die Potentiale zu erkennen, über die geflüchtete Menschen verfügen.

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Die Gleichstellungsministerin traf Gründerin Julia Buch in Leipzig.

Petra Köpping trifft Schlafkonzerte-Gründerin

Am 17. April traf Petra Köpping die Mitgründerin der Schlafkonzerte KG, Julia Buch, und übergab ihr ein Plakat als Anerkennung für die Teilnahme am Wettbewerb um den Sächsischen Gründerinnenpreis 2019. Parallel zu ihrem Studium entwickelte Julia Buch das Schlafkonzert-Format sowie die Marke „Akku aufladen im Schlafkonzert – Das innovative Konzertformat im Liegen“ in Zusammenarbeit mit über 60 Freelancern und Kooperationspartnern. Im Jahr 2017 gründete sie schließlich die Schlafkonzerte KG. Die Vision der kreativen Gründerin ist die Eröffnung des weltweit ersten Schlafkonzert-Event-Hauses. Außerdem träumt sie davon, eine Schlafkonzerte Akademie zu eröffnen, mit der sie musikalischen Nachwuchs fördern möchte.

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Etwa 700 Interessierte kamen ins Neue Hörsaalgebäude der TU Chemnitz, um mit Petra Köpping zu diskutieren.

Diskussion zur Nachwendezeit mit dem Seniorenkolleg Chemnitz

Am 16. April war Staatsministerin Petra Köpping zum Seniorenkolleg der TU Chemnitz eingeladen. Dort sprach sie über den Einfluss, den die friedliche Revolution von 1989 auf die Lebenswege vieler Menschen hatte:  Zunächst herrschte eine ungeheure Aufbruchsstimmung, die im Osten Deutschlands bald von Betriebsschließungen, Arbeitslosigkeit und ABM-Maßnahmen abgelöst wurde. Noch heute hadern viele damals Betroffene mit diesem Schicksal und fordern eine Aufarbeitung. 


 
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V.l.n.r.: Henning Homann, Sebastian Fischer (in Vertretung von Alexander Dierks), Kerstin Köditz, Wilfried Kühner, Petra Köpping (Vorsitzende), Jonatan Burger (in Vertretung von Dr. Thomas Arnold), Hendrik Kreuzberg, Prof. Dr. Backes, nicht im Bild: Prof. Dr. Anja Besand.

Mitglieder des WOS-Beirates neu berufen

Bei der Sitzung des Beirates für das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ (WOS) am 15. April hat Petra Köpping die Mitglieder für weitere zwei Jahre neu berufen. „Ich freue mich, dass wir die wichtige Arbeit des Beirates mit alten und neuen sehr engagierten Mitgliedern vertrauensvoll fortführen können. Der Beirat unterstützt die Träger in ihrer Arbeit mit seiner Expertise und entwickelt das WOS laufend fort.“ So können zum Beispiel zukünftig im Rahmen des WOS auch Projekte gefördert werden, die auf den Abbau von Antisemitismus zielen. Aktuelle Untersuchungen zeigten, dass antisemitische Vorurteile in Sachsen wieder häufiger geäußert werden und Zustimmung finden.

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Screenshot: MDR Sachsenspiegel

Integrationsministerin stellt Studie zu rechter Gewalt vor

Am 15. April stellten Petra Köpping und der Extremismusforscher Prof. Dr. Uwe Backes die Studie „Rechte Hassgewalt in Sachsen“ vor. Die Studie des Hannah-Arendt-Institutes für Totalitarismusforschung an der TU Dresden untersucht, wie sich rechte (Hass-) Gewalt im Zeitraum von 2011 bis 2016 entwickelte und inwieweit sich ihr Erscheinungsbild infolge der sogenannten Flüchtlingskrise im Jahr 2015 verändert hat. „Für uns ist es wichtig, die Zusammenhänge hinter den Taten, die Charakteristik von Tätern und Opfern besser fassen zu können", so Staatsministerin Köpping. „Diese Erkenntnisse helfen uns, unsere Präventionsangebote zielgerichtet weiterentwickeln zu können.“ Die Studie kann hier kostenfrei bestellt werden. 

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„So lange in Sachsen noch Menschen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Religion oder ihres Engagements für eine offene, engagierte Zivilgesellschaft angegriffen werden, ist unsere Arbeit noch nicht getan.“

Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration


 
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V.r.n.l.: Gleichstellungsministerin Petra Köpping, Unternehmerin Viola Klein, femMit-Initiatorin Romina Stawowy, Ministerpräsident Michael Kretschmer und seine Frau Annett Hofmann.

Gleichstellungsministerin bei der femMit

Bei der femMit-Konferenz, die am 12. und 13. April in Leipzig stattfand, diskutierte Petra Köpping darüber, wie der Anteil von Frauen in der Politik erhöht werden könnte. Parlamente und Regierungen, so die Gleichstellungsministerin, sollten einen Querschnitt der Gesellschaft darstellen: „Wir brauchen Frauen und Männer in der Politik, damit diese nicht einseitig wird“. Auch Gäste wie der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, Schauspielerin Maria Furtwängler und BamS-Chefredakteurin Marion Horn sprachen sich auf der Konferenz für mehr Frauen in Politik und Medien aus.

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„Wenn mehr Frauen in Politik und Medien Macht hätten, würde sich zuallererst an den Arbeitszeitmodellen etwas ändern.“

Gleichstellungsministerin Petra Köpping


 
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Petra Köpping will die Vielfalt in Sachsen weiter stärken und fördern.

Petra Köpping für Förderung der Vielfalt

In der Bundesratssitzung vom 12. April haben Berlin, Bremen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein die Bundesregierung mit einem Antrag aufgefordert, sogenannte Konversationstherapien (u.a. zur „Heilung“ von Homosexualität) zu verbieten. Petra Köpping stellte dazu die Position des Freistaates Sachsen klar: „Der Freistaat Sachsen unterhält kein Förderprogramm, nach dem Angebote zur ‚Heilung von Homosexualität‘ förderfähig sind. Im Gegenteil: die Akzeptanz unterschiedlicher sexueller Orientierungen zu stärken, ist immanentes Ziel meiner Arbeit und wird seit vielen Jahren beispielsweise aus dem Landesprogramm ‚Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz‘ gefördert.“

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Petra Köpping inmitten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Integrationsministerkonferenz.

Petra Köpping für Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung

Die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung war Thema bei der Integrationsministerkonferenz in Berlin am 11. April. Alle Bundesländer sprachen sich dafür aus, dass die Finanzierung von Asyl- und Integrationsmaßnahmen nicht gekürzt werden dürfen. „Wir brauchen hier dringend ein hohes Niveau und einen langen Atem“, sagte Petra Köpping. Sie unterstützt den Vorschlag von Gesine Schwan, der die Verteilung von geflüchteten Menschen in Deutschland vom jetzigen Zwangssystem hin zu einer freiwilligen Aufnahme weiterentwickelt. Für Kommunen anfallenden Kosten für Asyl und Integration sollen dafür vollständig vom Bund übernommen werden. Außerdem solle den Kommunen die gleiche Summe für Investitionen in Kitas oder Straßenbau noch einmal zur freien Verfügung gestellt werden. „So könnte man meiner Meinung nach echte Anreize schaffen, sich mit dem Flüchtlings-Thema auseinanderzusetzen“, sagte Petra Köpping.

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Der Bornaer Frauenlauf findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Männer sind als Zuschauer herzlich willkommen.

Veranstaltungshinweis: Frauenlauf in Borna

Gleichstellungsministerin Petra Köpping ist Schirmherrin des 2. Internationalen Frauen-Laufs, der am 27. April durch Bon Courage e.V. in Borna veranstaltet wird. Der Lauf findet zwischen 10 und 13 Uhr am Breiten Teich in Borna statt, es kann zwischen Strecken verschiedener Längen gewählt werden. Die Anmeldung erfolgt über WhatsApp (01575 - 2964029) oder per E-Mail (frauenlauf.borna@boncourage.de). Die ersten 200 Anmeldungen erhalten ein Frauenlauf-Shirt gratis. Die Teilnahme ist kostenfrei.

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Stellenausschreibung des SMGI

Im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz/Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration ist ab sofort die Stelle eines Sachbearbeiters (m/w/d) Vergabeverfahren und Verwaltung Budget zu besetzen.

Zu den Arbeitsaufgaben gehören die Durchführung von Vergabeverfahren für die Referate/Stabsstellen des Geschäftsbereichs sowie die Verwaltung des Budgets des Demokratiezentrums Sachsens. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Stellenbeschreibung. Bewerbungen sind noch bis zum 22. April 2019 möglich.

 

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Sächsische Erklärung der Vielen

Am 12. April 2019 haben 93 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen die „Sächsische Erklärung der Vielen“ unterzeichnet. Die unterzeichnenden Institutionen bekennen sich mit der Erklärung zu gesellschaftlicher Vielfalt, zu Weltoffenheit und zu gelebter Demokratie. Sie solidarisieren sich mit Menschen, die durch eine ausgrenzende Politik und Ideologie an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Außerdem teilen sie mit der Erklärung mit, dass sie die im Grundgesetz verankerte Freiheit von Wissenschaft, Kunst und Kultur durch antidemokratische Kräfte bedroht sehen. 

Die „Erklärung der Vielen“ ist eine bundesweite Kampagne, die bereits seit dem 9. November 2018 existiert. In 21 Erklärungen haben sich insgesamt mehr als 2.500 Institutionen zu Freiheit, Demokratie und Verteidigung der Menschenrechte bekannt. So gibt es Erklärungen aus Halle, Hamburg, Berlin, Rostock oder Dresden. Kerngedanke der Aktion ist die regionale Vielfalt – darum gibt es nicht nur eine bundesweite Erklärung, sondern viele einzelne aus den unterschiedlichen Gebieten des Landes.

 

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Aus der Presseschau

„Bürgermeister machen sich Mut.“ Ein Beitrag zum „Chemnitzer Dialog“ auf deutschlandfunk.de.

„Mehr rechte Hassgewalt: Sachsen im Osten nicht allein.“ Ein Artikel zur aktuellen Studie der Totalitarismusforschung der TU Dresden auf rtl.de.

„Studie: Rechte Hassgewalt in Sachsen weiter auf hohem Niveau.“ Eine Zusammenfassung der TU-Studie auf swr.de.

„Integriert doch erstmal uns!“ Ein Beitrag zur Diskussion im Seniorenkolleg Chemnitz im Sachsen Fernsehen.

 


 
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Hinweis: Nächster Newsletter am 2. Mai 2019

Wir machen Osterpause: Der nächste Newsletter erscheint am 2. Mai.

Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, und ihr gesamter Geschäftsbereich wünschen allen Leserinnen und Lesern ein sonniges, frohes Osterfest!


 

Termine



23.04.2019
Plakatübergabe mit Bewerberinnen um den Sächsischen Gründerinnenpreis 2019
Leipzig
07.05.2019
Lenkungsausschuss Asyl
Dresden
 
24.04.2019
Plakatübergabe mit Bewerberinnen um den Sächsischen Gründerinnenpreis 2019
Dresden
08.05.2019
„Von Mensch zu Mensch“-Gespräch
Chemnitz
 
07.05.2019
Kabinettssitzung
Dresden
08.05.2019
Besuch Preisträger Integrationspreis 2018, Tischlerei Sebastian Schulz
Chemnitz
 
  Kalender
 

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Impressum: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs (V.i.S.d.P.), Postanschrift: Albertstraße 10, 01097 Dresden,
Telefon: 0351 - 56 45 49 10, Telefax: 0351 - 56 45 49 09, pressegi@sms.sachsen.de, www.smgi.sms.sachsen.de

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Titelbild (Petra Köpping): Katrin Pötzsch; SMGI (4); Bon Courage e.V. (1); MDR (1); rawpixel.com/Freepik (1); Benjamin Jenak (1); Thomas Platow (1); Fotolia/WavebreakMediaMicro.