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Der Newsletter vom 08.08.2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die vergangenen Tage waren nicht leicht. Hass und Drohungen sind überall zu lesen und zu hören, ob zu der Tat eines Einzelnen in Frankfurt oder zu einer integrativen Entscheidung in Leipzig.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung hat die Drohungen gegen Leipziger Kitas öffentlich gemacht. Die erhielten sie, nachdem sie bekannt gegeben hatten, dass sie Schweinefleisch vom Speiseplan nehmen. Es erschüttert zu lesen, dass Gewalt für Teile der Gesellschaft wieder ein probates Mittel ist, um den eigenen Willen durchzusetzen.

Wir müssen uns ganz klar die Frage stellen, wann nach Worten auch Taten folgen. Für mich bedeutet das einmal mehr: Lassen Sie uns noch mehr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land kämpfen! 

Ich wünsche Ihnen viele Anregungen beim Lesen dieses Newsletters.

 

Petra Köpping
Staatsministerin für Gleichstellung und Integration 
beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


 
 
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Petra Köpping im Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern in Borna.

Von Mensch zu Mensch – Tour

Staatsministerin Petra Köpping sprach am 8. August mit Bürgerinnen und Bürgern in Borna im Rahmen eines „Von Mensch Zu Mensch“-Termins. Begleitet wurde sie von einem ZDF-Kamerateam, das sich für die Erfahrungen und Erlebnisse der Menschen im Osten mit der Treuhand interessiert.
Die regelmäßige Begegnung mit den Menschen vor Ort ist Petra Köpping sehr wichtig. Bei einer Tasse Kaffee ergab sich die Gelegenheit, sich über Themen wie Integration, Gleichstellung, Rente, Demokratieförderung und Zukunft des ländlichen Raumes auszutauschen.


 
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Petra Köpping im Gespräch mit Octavian Ursu.

Besuch bei Octavian Ursu in Görlitz

Am 8. August besuchte Petra Köpping den neuen Oberbürgermeister der Stadt Görlitz. Mit ihm sprach sie über die demokratischen Herausforderungen im Wahljahr 2019. Der Austausch mit (Ober)Bürgermeisterinnen- und Bürgermeistern ist Petra Köpping sehr wichtig. Viele Jahre war sie selbst Bürgermeisterin und Landrätin. So hat sie außerdem ein eigenes Format ins Leben gerufen. Den "Kommunalen Dialog". Dieser soll den fachlichen Austausch fördern und zum Netzwerken anregen.


 
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Strukturwandel gestern, heute und morgen

Strukturwandel. Das hieß für viele Menschen im Osten nach der Wende Einschnitte in der Erwerbstätigkeit, aber auch neue Möglichkeiten in der politischen Teilhabe und dem gesellschaftlichen Engagement. Die Auswirkungen dieser Veränderungen auf die Menschen in Mitteldeutschland ergründet die „Zeitzeugenbefragung (Oral History) zur Entstehung und Entwicklung demokratischer Einstellungsmuster nach 1990 im Südraum Leipzig“. Die Ergebnisse des Projekts können bei der Bewältigung aktueller Veränderungen, etwa der Digitalisierung oder des Strukturwandels in den Kohlegebieten, helfen. Auch die Verbindung und Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land ist eine Herausforderung, der man zum Beispiel mit E-Mobilität begegnen kann. 


 

„Die Menschen haben so viele Visionen, nehmen wir sie mit.“

Staatsministerin Petra Köpping


 
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Petra Köpping mit dem sächsischen Wirtschaftsminister Martin Dulig (2. von links).

Kultur sorgt für Zusammenhalt

Am 5. August begleitete Petra Köpping ihren Kollegen Martin Dulig bei seiner Tour zu Orten der Kultur- und Kreativwirtschaft im Großraum Leipzig. Zu Gast waren sie u. a. bei der Innenausbau & Design GmbH in Markkleeberg sowie im Atelier des Künstlers Michael Fischer in Borna, der nicht nur mit seinen farbenfrohen Skulpturen, sondern auch mit seinem Friedenspanzer für Aufregung sorgt. Die Ministerin zeigte sich beeindruckt: „Das vielfältige Engagement für die Region und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft hat mich begeistert.“ Mehr als 40.000 Kulturschaffende und Kreative machen Sachsen bunter, vielfältiger und lebenswerter.


 
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Die Teilnehmenden der Diskussion zur Arbeitsmarktintegration Geflüchteter.

Wanderausstellung: Arbeitsmarktmentoren

Am 5. August wurde in Pirna die Wanderausstellung der Arbeitsmentoren eröffnet. Diese zeigt 26 Erfolgsbeispiele rund um das Thema erfolgreicher Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt. Im Rahmen der Eröffnung fand eine Diskussionsrunde statt, in der darüber gesprochen wurde, welche Volbildfunktion diese Erfolgsgeschichten haben und wie der Freistaat diesen Integrationsprozess unterstützen kann. In der Diskussion beteiligten sich neben Sebastian Vogel, dem Geschäftsstellenleiter des Geschäftsbereiches Gleichstellung und Integration, auch ein Geflüchteter sowie Entscheider aus der Wirtschaft und Mitarbeiter der Arbeitsmarktmentoren.


 
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Petra Köpping und Manuela Schwesig im Gespräch mit ehemaligen Bergleuten.

Mehr Rente für Bergleute

Unterstützung von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hatte Petra Köpping am Wochenende in Zwenkau. Bei einem Treffen mit ehemaligen Bergleuten ging es um das Thema Rente. Denn zum einen hatten die Bergleute zu DDR-Zeiten auf einen Teil ihres Gehalts verzichtet, um im Alter mehr Pension zu erhalten. Zum anderen haben viele nach 1990 ihren Arbeitsplatz verloren und mussten sich mit Minijobs und Hilfsarbeiten über Wasser halten. Von der versprochenen Rente ist nie etwas bei ihnen angekommen. „Es ist wichtig, dass wir uns im Osten gemeinsam für die dringendsten Probleme bei uns einsetzen: niedrige Löhne und Renten“, sagt Petra Köpping. „Eine Erhöhung von beidem würde den fleißigen Menschen in ganz Deutschland helfen, aber besonders vielen Menschen im Osten die Anerkennung geben, die sie verdient haben.“


 
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Petra Köpping bei der Übergabe des Fördermittelbescheides für den Treibhaus e.V..

Das interkulturelle Zusammenleben fördern

200.000 Euro für Mikroprojekte im ländlichen Raum, das macht ein neuer Förderfonds für Kleinprojekte des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK) möglich. In diesem Rahmen konnte Ministerin Köpping am 1. August dem Treibhaus e. V. Döbeln einen Fördermittelbescheid über 3.000 Euro überreichen. Der Verein erhält somit Unterstützung für sein interkulturelles Projekt, dass bessere Rahmenbedingungen für das Zusammenleben von alteingesessenen und zugewanderten Döbelnerinnen und Döbelnern schaffen will. 


 

„Ein Raum für Begegnung, für Austausch, für gegenseitiges Kennenlernen zu schaffen hilft dabei, Vorurteile und Misstrauen abzubauen und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu fördern und zu stärken.“

Staatsministerin Petra Köpping


 
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Petra Köpping beim Interview mit der Berlin Korrespondentin der spanischen Zeitung Elpais.es und dem Berlin Korrespondenten der englischen Financial Times.

Termine mit der Presse

In der vergangenen Woche standen verschiedene Pressetermine auf Petra Köppings Plan. Im Leipziger Studio des Radiosenders R.SA sprach die Ministerin im Rahmen des Projekts „30 Jahre in einem neuen Land“ darüber, wie sie die politische Einheit erlebte, was sie sich vom Begrüßungsgeld gekauft hat und was der Osten dem Westen voraushat. Mit der Zeitschrift EMOTION sprach sie über die Karrierewege ost- und westdeutscher Frauen und auch die spanische Zeitung Elpais und die Financial Times waren bei ihr zu Gast. Das europäische Interesse an ostdeutschen Themen, Entwicklungen und Ereignissen freute die Ministerin besonders.


 
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Ist Sachsen eine Hochburg rechtsextremer Hassgewalt?

Die Studie des Hannah-Arendt-Instituts zu „Rechte Hassgewalt in Sachsen“ liegt nun in Buchform vor. Die Veröffentlichung im Verlag V&R Unipress nimmt rechte Gewalttaten, vor allem von 2011 bis 2016, in den Fokus, wobei die „Gruppe Freital“ und die „Freie Kameradschaft Dresden“ besondere Berücksichtigung finden. Auch nach den Hintergründen sowie den Kommunikationsformen in sozialen Medien und der Rechtsrock-Musikszene wird gefragt. Das Buch kostet 40 Euro.

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Fachtag zu zugewanderten Frauen auf dem Land

Der Aktion Zivilcourage e. V. und das Referat Soziale Integration des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge organisieren am 11. September den Fachtag „Starke Frauen – Frauen stärken“ im Kulturhaus in Freital. Im Zentrum steht die Integration zugewanderter Frauen im ländlichen Raum, angesprochen werden sollen regionale Fachkräfte der Migrationsarbeit. Neben Vorträgen und Themenwerkstätten geht es vor allem auch um die Vernetzung und den Erfahrungsaustausch. Für die Mittagsverpflegung wird ein Teilnahmebeitrag von 10 Euro fällig.

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Symposium zur Demokratieerziehung

Der Deutsche Gesellschaft e.V. lädt vom 26. bis 27. September zum XXIII. Theodor-Litt-Symposium „Bildung in Demokratie und Diktatur – Bilanz und Perspektiven 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution“ ins Zeitgeschichtliche Forum Leipzig. Nach der Deutschen Einheit vor 30 Jahren stand die Bundesrepublik vor der Aufgabe, die neuen Bundesländer in die föderale Bildungslandschaft zu integrieren. Doch wie müssen Demokratieerziehung und -bildung vor dem Hintergrund verschiedener Diktaturerfahrungen sowie den Herausforderungen unserer Zeit gestaltet werden? Dies soll debattiert werden. Die Teilnahme ist kostenfrei, um eine Anmeldung bis zum 24. September wird gebeten.

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Integrationskindergärten und Willkommenskitas

Integration beginnt bei den Kleinsten, wobei alle Seiten voneinander lernen können. Bei Integrationskindergärten bedeutet dies, dass neben körperlich und geistig normal entwickelten Kindern auch jene mit Schwächen oder Behinderungen in diesem Bereich betreut werden. Wenn dies als selbstverständlich erlebt wird, vermittelt das ein Gefühl der Zugehörigkeit und stärkt das Selbstbewusstsein. Auch Hemmschwellen werden abgebaut und das soziale Bewusstsein gestärkt. Nur ein bestimmter Anteil der Gruppe hat dabei eine Beeinträchtigung. Ein erhöhter Betreuungsschlüssel garantiert, dass jedes Kind die nötige Förderung und Zuwendung erhält. Zudem profitiert jedes Kind von Zusatzangeboten wie Spiel-, Musik- oder auch Reittherapie.

In Sachsen soll das Programm WillkommensKITAs der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in 90 Kitas und Horten bis Ende 2022 dafür sorgen, dass sich alle Kinder und ihre Familien in der Kindertagesstätte wohl- und willkommen fühlen – Kinder mit oder ohne Migrationshintergrund und Fluchterfahrung, Kinder mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen, Kinder mit und ohne Behinderung. Denn: Die Kita ist für alle da. Das bietet die Chance, gesellschaftlichen Zusammenhalt von Anfang an mitzuerleben und alle Menschen nachhaltig zu integrieren.

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Presseschau

 "Beim Bürgerfrühstück in Markleeberg geht's um Flüchtlinge, Klima und Nahverkehr." Die LVZ über einen Termin mit Petra Köpping und Manuela Schwesig.

"Gemeinde und Stadtchefs fordern mehr Geld." Die Freie Presse über die Kreisgebietsreform.

"Die AfD inszeniert sich als Erbin der Wende." Ein Bericht bei Süddeutsche.de.

"Gespräch in Oschatz: Petra Köpping spricht über Frauen und Politik." Die LVZ über einen Gesprächsabend am 6. August in Oschatz.

"Köpping: CDU muss Nachwendezeit, Privatisierung aufarbeiten." Ein Bericht bei RTL zur Forderung nach Aufarbeitung.

"Wahlkampf in Sachsen: Politiker unterwegs bei den Bürgern“ Der MDR begleitete Petra Köpping und Michael Kretschmer bei ihrer Arbeit.


 
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Der Sächsische Förderpreis für Demokratie wird zum 13. Mal vergeben.

Hinweis: Sächsischer Förderpreis für Demokratie

Zum 13. Mal wird der Sächsische Förderpreis für Demokratie vergeben. Seit Anfang Juli können sich Kommunen und Projekte für den Preis bewerben. Geehrt werden das Engagement und innovative Projektbeispiele der demokratischen sächsischen Zivilgesellschaft. Zum ersten Mal gibt es in diesem Jahr auch einen Sonderpreis für Unternehmen, die sich zum Beispiel für eine demokratische Alltagskultur stark machen oder für ein diskriminierungsfreies Betriebsklima sorgen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 31. August.

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Stellenausschreibung: Berater*Innen für die Regionalstelle Dresden

Das Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB) sucht zum 1. Oktober im Rahmen des Projektes "Eine Antidiskriminierungsberatungsstelle in und für Dresden und angrenzende Landkreise aufbauen und verstehen" zwei Berater*Innen für die Regionalstelle Dresden. Schwerpunkt ist die Beratungsarbeit von Menschen, die Diskriminierung erleben sowie fallübergreifende Veränderung von Strukturen. Bewerbungen sind bis zum 30. August möglich.

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Termine



09.08.2019
"Von Mensch zu Mensch"-Tour
Markranstädt
15.08.2019
Küchentischtour
Delitzsch
 
09.08.2019
Öffentliches Gespräch mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil
Plauen
19.08.2019
Fachgespräch "Zuwanderung"
Leipzig
 
14.08.2019
Förderbescheidübergabe Kulturförderung
Leipzig
19.08.2019
Podiumsdiskussion „Politik und Wirtschaft im Gespräch“
Chemnitz
 
  Kalender
 

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Impressum: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs (V.i.S.d.P.), Postanschrift: Albertstraße 10, 01097 Dresden,
Telefon: 0351 - 56 45 49 10, Telefax: 0351 - 56 45 49 09, pressegi@sms.sachsen.de, www.smgi.sms.sachsen.de

Fotonachweis:
Titelbild (Petra Köpping): Katrin Pötzsch; SMGI (7); Aktion Zivielcourage (1), Amadeu Antonio Stiftung (1); V&R unipress (1) Fotolia/WavebreakMediaMicro.