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Der Newsletter vom 7.11.2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in der vergangenen Woche wurde in Zwickau eine neue Gedenkstätte errichtet, die an die Mordopfer der Neonazi-Gruppe NSU erinnern soll. Die alte Gedenkstätte war Anfang Oktober geschändet und zerstört wurden. Ich beobachte diese Entwicklungen im Bereich Rechtsextremismus mit großer Sorge. Die Angriffe gegen Menschen, die sich für die Demokratie einsetzen, nehmen zu. Deshalb ist es mir wichtig, dass wir unterstützende und beratende Angebote für die Betroffenen rechter Gewalt weiterentwickeln und Maßnahmen im Bereich der Extremismusprävention verstärkt fördern. 

Auch von der künftigen Regierungskoalition in Sachsen und den Verantwortlichen auf Bundesebene erwarte ich, dass dieses Thema auf der Agenda ganz oben steht. Und ich persönlich werde mich weiterhin dafür einsetzen, demokratische Strukturen zu stärken und das Engagement für Demokratie im Freistaat zu stärken. 

Was mich in der vergangenen Woche noch bewegte, lesen Sie in diesem Newsletter.

 

Petra Köpping
Staatsministerin für Gleichstellung und Integration 
beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


 
 

Ministerin im ARD-Interview

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Petra Köpping im Interview mit dem ARD.

Petra Köpping hat am 7. November für einen Beitrag im ARD-Mittagsmagazin ein Interview gegeben. Dabei geht die Sächsische Ministerin für Gleichstellung und Integration auf den Grund dafür ein, dass viele Osteutsche das Gefühl haben, ihre Identität wurde mit der deutschen Einheit vergessen. Außerdem geht sie darauf ein, wie man das Gefühl vieler Ostdeutscher, nur Deutsche zweiter Klasse zu sein, heilen könnte. Das Interview kann in der ARD-Mediathek angeschaut werden.

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Die Pusteblumen-Trophäe wird von der Dresdner Künstlerin Eva Backofen hergestellt.

Sächsischer Gründerinnenpreis

Die Bewerbungsphase für den Sächsischen Gründerinnenpreis 2020 ist beendet. 58 Gründerinnen und Unternehmerinnen haben sich in diesem Jahr für den Preis beworben – nun steht die Shortlist mit den acht Finalistinnen. „Die Auswahl ist der Jury sehr schwer gefallen, da jede Unternehmerin einen Preis als Anerkennung für ihren mutigen Einsatz verdient hat“, sagte Gleichstellungsministerin Petra Köpping.

Für den Sächsischen Gründerinnenpreis 2020 nominiert sind: Heike Sußig (AKA Kunststoffrohrleitungssysteme GmbH), Anka Unger (Udi Dämmsysteme GmbH), Katrin Pflugfelder (Allegro Packets GmbH), Deborah Hey (MotoSoul Resort GmbH), Jeanette Schmidt und Henriette Grewling (SAUBERKASTEN – Schmidt Grewling GbR), Sabine Wiesmann (FINDIG – Die Projektdienstleister GmbH & Co. KG), Sandy Fiedler (Konditorei & Bäckerei Fiedler) und Maryna Talalayeva (Fremdsprachenschule for everyone GmbH).

Am 4. Dezember entscheidet die Jury über die Gewinnerinnen und am 18. Januar 2020 wird der Preis im Rahmen einer Festveranstaltung verliehen.

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Zahlreiche Expertinnen und Experten nahmen an dem Fachtag teil.

Fachtag zur Vielfalt in der Verwaltung

Am 29. Oktober fand in der Landeszentrale für politische Bildung ein Fachtag zu den Potentialen einer vielfaltsorientierten Organisationskultur statt. Es wurde thematisiert, wie die Diskriminierungen gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle sowie trans*- und inter*geschlechtliche Menschen am Arbeitsplatz abgebaut werden könnten. In insgesamt drei Fachvorträgen, vier Workshops und einem Ergebnispodium wurden die Chancen und Herausforderungen von Vielfalt in der öffentlichen Verwaltung diskutiert. „Der Freistaat ist einer der größten Arbeitgeber in Sachsen. Damit auch in Zukunft viele gute Fachkräfte für eine Tätigkeit im Öffentlichen Dienst gewonnen werden können, muss sich die Verwaltung mit dem Zukunftsthema Diversität auseinandersetzen", so Petra Köpping.

 


 

„Vielfalt ist ein positives Element der Gesellschaft, das auch wir gern fördern wollen.“

Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration


 
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Petra Köpping bei der Veranstaltung in der Moritzburger Kirche.

Staatsministerin in Moritzburg

Am 27. Oktober nahm die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, an einer Gedenkfeier zu 30 Jahren Friedliche Revolution teil. Etwa 500 Menschen versammelten sich in der Moritzburger Kirche, um mit ihr und dem damaligen Bürgermeister den Folgen der Deutschen Einheit zu gedenken und über die angespannte polititsche Lange zu sprechen. Petra Köpping appellierte an alle Teilnehmenden, sich wieder für die Demokratie zu engagieren.


 
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Einladung: Seminarprogramm zum Thema Diversity

„Vielfalt lässt sich gestalten zu interkultureller Kompetenz und Diversity“ – unter diesem Motto lädt der academy – intercultural and specialized communications e.V. in den kommenden Wochen zu verschiedenen Seminaren nach Chemnitz ein:

13. November 2019 – 17 Uhr: Wissenstransfer: Best practice Präventionsarbeit und Demokratieförderung   

28. November 2019 – 17 Uhr: Wissenstransfer: Was ist los in Syrien?                                 

4. Dezember 2019 – 17 Uhr: Vertiefungsseminar: Interkulturelles Konfliktmanagement                                                              

10. Dezember 2019 – 17 Uhr: Resilienz stärken und erhalten

Die Seminare richten sich an Hauptamtliche wie Ehrenamtliche aus den Bereichen Jugend und Soziales, Kultur und Bildung, Integration und Gesellschaft sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verwaltung, Verbänden und Institutionen. Den Teilnehmenden wird ein umfangreiches, praxisnahes Programm mit viel Raum für Diskussionen und Austausch geboten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Sie können sich direkt hier anmelden.

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Der Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration gibt eine neue Studie in Auftrag.

Ausschreibung: Studie zu Diskriminierung in Sachsen

Das Referat Gleichstellung im Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration des Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz wird eine Studie zu Diskriminierungserfahrungen in Sachsen in Auftrag geben. Mit der Studie soll eine Datengrundlage geschaffen werden, mit der die künftige Antidiskriminierungspolitik des Freistaates und die Strategien der Umsetzung weiterentwickelt und verbessert werden können. Die Ausschreibung läuft bis zum 15. Januar. Alle wichtigen Informationen dazu gibt es hier.

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Wie begegnet man Hass online und offline? Bei dem Kongress werden Strategien vermitteln, die helfen können.

Veranstaltungshinweis: Courage!Congress 2019

Der Aktion Zivilcourage e.V. lädt herzlich ein zum Courage!Congress 2019 am 15. und 16. November.  Ob im Netz oder auf der Straße: Es gibt Strategien, die helfen, online und offline couragiert eingreifen zu können. Genau solche Strategien werden an zwei Tagen in Workshops und Vorträgen erarbeitet und vermittelt. Interessierte können sich noch bis zum 10. November per Mail bei Yvonne Bonfert anmelden. Die Tagungsgebühr beträgt 100,00 Euro (inklusive Übernachtung und Verpflegung). Alternativ kann ein Tagesticket für 30,00 Euro erworben werden.

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Reichspogromnacht

Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wird als Reichspogromnacht bezeichnet. Ab dieser Nacht wurden Juden im Deutschen Reich gezielt verfolgt und Gewalt gegen sie angewandt. Synagogen wuren angegriffen und abgebrannt, Geschäfte gestürmt und geplündert sowie jüdische Friedhöfe zerstört. Organisiert und gelenkt wurden die Gewaltmaßnahmen vom nationalsozialistischen Regime. Insgesamt wurden während der Novemberpogrome etwa 400 Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben. Die Reichspogromnacht markiert den Übergang von der Diskriminierung deutscher Juden seit 1933 zu deren systematischer Verfolgung, die fast drei Jahre danach zum Holocaust führte.


 

Termine



07.11.2019
Leipziger Volkszeitung „Kuppel-Talk zur Wende oder Mauerfall“
Leipzig
13.11.2019
Grußwort Schulleiterkonferenz
Dresden
 
12.11.2019
Kabinettsitzung
Dresden
13.11.2019
Treffen mit Vertretern aus dem Benin
Dresden
 
12.11.2019
Festakt Verleihung Sächsischer Demokratiepreis
Dresden
14.11.2019
Diskussionsveranstaltung über gesellschaftlichen Zusammenhalt
Potsdam
 
  Kalender
 

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Impressum: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs (V.i.S.d.P.), Postanschrift: Albertstraße 10, 01097 Dresden,
Telefon: 0351 - 56 45 49 10, Telefax: 0351 - 56 45 49 09, pressegi@sms.sachsen.de, www.smgi.sms.sachsen.de

Fotonachweis:
Titelbild (Petra Köpping): Katrin Pötzsch; SMGI (4); pixabay.com (1); Aktion Zivilcourage e.V.(1); Fotolia/WavebreakMediaMicro.