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Gemeinsamkeiten prägen

Liebe Leserinnen und Leser,

Gemeinsamkeiten prägen uns. Viel stärker als Differenzen. Viele Erlebnisse, Gespräche und Anlässe der vergangenen Woche zeugen davon.
Im Folgenden lesen sie von der Integration als gemeinsamer (lokaler) Aufgabe, von gemeinsamem Gedenken oder von gemeinsamer Auseinandersetzung mit den Ansichten derer, die Unterschiede zur Grundlage ihrer Urteile machen. Nur gemeinsam können wir uns den Herausforderungen unserer Zeit stellen.
Lassen sie sich doch von den Neuigkeiten und Anregungen der folgenden Artikel inspirieren!

Herzlichst

Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


 
 

Integration passiert vor Ort

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Petra Köpping spricht bei der Eröffnung der Schulung.

Im Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Pirna eröffnete Petra Köpping am 1. Februar eine Schulungsreihe für kommunale Integrationskoordinatoren. Alle sächsischen Landkreise hatten die Möglichkeit, im Rahmen des Förderprogramms „Integrative Maßnahmen“ bis zu zehn dieser kommunalen Integrationskoordinatorinnen und -koordinatoren einzustellen. In den kommenden Wochen werden sie sich mit den Themen Spracherwerb, Zuwanderung, Arbeitsmarktzugang und Asylverfahren vertraut machen. Auch im Bereich Bildungskoordination und Arbeitsmarktmentoring Tätige und Ausländerbeauftragte beteiligen sich an den zweitägigen Schulungen. Neben der Vermittlung von Inhalten und Methoden sind ganz besonders auch Erfahrungsaustausch und Vernetzung erwünscht. Mit der Schulung will das Ministerium die Verantwortlichen in den Regionen mit Fachwissen und Kontakt zu Experten in der Integrationsarbeit unterstützen, sagt Petra Köpping. Dabei gilt „mein besonderer Dank unseren Projektpartnern, die uns maßgeblich dabei unterstützen, die Schulungen auf einem fachlich hohen Niveau anbieten zu können", so die Ministerin. Zu den Trägern der Maßnahmen zählen das IQ-Netzwerk Sachsen, Willkommen bei Freunden. Bündnisse für junge Flüchtlinge, die IvAF-Projekte RESQUE continued und RESQUE 2.0 sowie die Fachstelle Asyl und Migration beim Kulturbüro Sachsen.

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„Als Teil der Regierung können wir Integration nicht verordnen. Integration passiert vor Ort mit den Menschen.“

Petra Köpping über die Notwendigkeit von Integrationskoordinatoren in den sächsischen Landkreisen.


 

Wer geht warum zu PEGIDA?

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Petra Köpping (Mitte) bei der Podiumsdiskussion "Authors MEET Critics..."

Am 01. Februar thematisierte ein profund besetztes Podium in der Dresdner Motorenhalle die „Spaziergänge“ von PEGIDA. Ausgehend von den Analysen Dresdner Wissenschaftler, die im Buch „PEGIDA – Rechtspopulismus zwischen Fremdenangst und »Wende«-Enttäuschung?“ veröffentlicht sind, diskutierten bei „Authors MEET Critics. Sozialwissenschaftliche Bestandsaufnahmen“:

  • Petra Köpping, Staatsministerin für Gleichstellung und Integration,
  • Annekatrin Klepsch, 2. Bürgermeisterin DD/Beigeordnete für Kultur und Tourismus,
  • PD Dr. Kailitz, Hannah-Arendt-Institut,
  • Michael Bartsch, Journalist/Buchautor und
  • Dr. Justus H. Ulbricht vom Dresdner Geschichtsverein.

Gefragt wurde nach der Bedeutung und dem Umgang mit der PEGIDA-Bewegung. Die Veranstalter formulierten im Vorfeld: Was sagt PEGIDA über die politischen Einstellungen und die hiermit verknüpften Weltanschauungen der Dresdnerinnen und Dresdner im Speziellen und der Neuen Bundesländer im Allgemeinen aus? Inwiefern sind u.a. spezifisch ostdeutsche Transformationserfahrungen bis heute auch in der Generationenfolge wirksam?
Petra Köpping erlebte die Diskussion als spannend und kontrovers. Am Schluss bliebe, so die Ministerin, die Einsicht: Die Thematik ist komplex und die Fragen sind leider nicht einfach zu beantworten. 

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„Nur durch Austausch werden wir einen gemeinsamen Weg finden, der drohenden Spaltung unserer Gesellschaft entgegenzuwirken.“

Petra Köpping über die Notwendigkeit, sich über die Beweggründe der PEGIDA-Gänger auszutasuchen. 


 
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Schutz vor Diskriminierung

Die sächsische Landesregierung hat in ihrer Sitzung vom 24. Januar eine „Strategie zum Schutz vor Diskriminierung und zur Förderung von Vielfalt im Freistaat Sachsen“ beschlossen. Einer Zurücksetzung aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder auch sexueller Identität sollen so Maßnahmen in den verschiedenen Fachressorts entgegengesetzt werden. Außerdem wird der „Lenkungsausschuss zur Bekämpfung von Diskriminierung in Sachsen“ eingerichtet, koordiniert durch den Geschäftsbereich von Petra Köpping. Dort wird auch eine „Geschäftsstelle Antidiskriminierung“ eingerichtet. Mit einer Bündelung der Kräfte will die Landesregierung Betroffene unterstützen und unterstreichen, dass die Akzeptanz von Vielfalt ein Grundelement eines weltoffenen und toleranten Landes Sachsen ist, sagt die Ministerin.

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„Wer Diskriminierung verharmlost, verhindert Integration.“

Petra Köpping über die Notwendigkeit, gegen Diskriminierung jeglicher Art vorzugehen.


 
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Petra Köpping fordert dazu auf, sich an den Holocaust zu erinnern.

Gedenken als Tradition

Seit 1996 ist der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, der 27. Januar,  deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Seit 2005 wird er sogar international als solcher begangen. In diesem Jahr verbrachte ihn Petra Köpping  mit Schülerinnen und Schülern weiterbildender Schulen auf dem städtischen Friedhof von Markranstädt. Zu den Opfern des Nationalsozialismus gehörten dort unter anderem 20 Juden. Die Stadt will bei den Gedenkveranstaltungen in Zukunft stärker die örtlichen Schulen einbinden. „Gemeinsam den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken und über die Schrecken der totalitären Herrschaft ins Gespräch zu kommen ist eine würdige Tradition, die wir von Generation zu Generation weitergeben wollen“, sagt auch Petra Köpping.


 

„So können wir verhindern, dass der Populismus unsere Erinnerungskultur aufweicht und den Holocaust bagatellisiert“

Petra Köpping im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.


 

Weitersagen!

Gerade Kinder und Jugendliche, die nach Deutschland kommen, verdienen unseren Schutz und unsere Aufmerksamkeit. Umso begrüßenswerter ist das dieses Vorhaben:
Die START-Stiftung vergibt auch in diesem Jahr Schülerstipendien an neuzugewanderte Jugendliche. Das Stipendium richtet sich an Schüler aller Schularten zwischen 14 und 21 Jahren, die seit höchstens fünf Jahren in Deutschland leben. Der Bewerbungszeitraum läuft vom 1. Februar bis 15. März 2017. Ziel ist die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen für die schulische und berufliche Laufbahn sowie für eine aktive Mitgestaltung des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland. 
Das START-Stipendium bietet neben finanzieller Unterstützung auch eine Ausstattung mit Laptop und Drucker. Darüber hinaus enthält es ein Bildungsprogramm mit Seminaren, Workshops und einer Sommerakademie. „Mit dem START-Stipendium wenden wir uns an Schülerinnen und Schüler, die neu in Deutschland sind und mehr erreichen wollen“, erklärt Michael Okrob, Geschäftsführer der START-Stiftung. „Wir wollen jungen Menschen den Einstieg und Aufstieg erleichtern. Dafür bieten wir Rhetorikkurse, Theaterbesuche, Musikunterricht oder Bewerbungstraining an.“ Mit einem jährlichen Bildungsgeld von 1.000 EUR können die Stipendiaten außerdem Bücher kaufen, Nachhilfe bezahlen oder an Klassenfahrten teilnehmen.
Die START-Stiftung ist ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und wird von über 120 Partnern unterstützt. Mit einem Projektvolumen von etwa vier Mio. EUR unterstützt sie gegenwärtig über 700 Stipendiaten.

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Termine



06.02.2017
Schulung Kommunaler Integrationskoordinatoren
Grußwort in Borna
09.02.2017
Fraktionssitzung
Dresden
 
07.02.2017
Kundgebung für Weltoffenheit
Borna
07.02.2017
Besuch im Archiv Bürgerbewegung
Leipzig
 
08.02.2017
Küchentischtour
Delitzsch
02.02.2017
49. Plenarsitzung
Landtag, Dresden
 
  Kalender
 

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Impressum: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs (V.i.S.d.P.), Postanschrift: Albertstraße 10, 01097 Dresden,
Telefon: 0351 - 56 45 49 10, Telefax: 0351 - 56 45 49 09, pressegi@sms.sachsen.de, www.smgi.sms.sachsen.de

Fotonachweis:
Titelbild (Petra Köpping): André Forner; GBGI (2), Illustration: Cornelia Koller