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Der Newsletter vom 22.06.2017

Liebe Leserinnen und Leser,

nicht nur in der vergangenen, sondern auch in dieser Woche bedrückten mich die Nachwendegeschichten, die ich vielfach und bei verschiedenen Gelegenheiten zu hören bekam. Es ist an der Zeit, die Ungerechtigkeiten, die damit verbunden waren und sind, endlich aufzuarbeiten. Wie das gelingen kann, das lesen Sie in diesem Newsletter.

Darüber hinaus erfahren Sie aber auch, welchen wichtigen Meilenstein wir bei dem Thema Antidiskriminierung in Sachsen gerade erreichen und wie uns muslimische Mitbürgerinnen und Mitbürger bei unseren friedlichen Integrationsbestrebungen unterstützen.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre.

Herzlichst

Staatsministerin für Gleichstellung und Integration 
beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

 


 
 

Diskriminierung beenden

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Auch die Bundeskonferenz der Landesfrauenräte hat die Forderungen nach einem Ende der Diskriminierung der in der DDR geschiedenen Frauen am 17.06.2017 mit einer Resolution bestätigt. Die Konferenz tagte vom 16.06. bis 18.06.2017 in Dresden. Dort begrüßte sie auch den Vorschlag der sächsischen Gleichstellungsministerin Petra Köpping, im Herbst eine Sonderkonferenz der Frauen- und Gleichstellungsministerinnen zu diesem Thema zu veranstalten. Mehr Informationen zum Thema finden Sie online: www.verein-ddr-geschiedener-frauen.de.

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„Die einstimmige Resolution zeigt, dass es einen bundesweiten Konsens aller Landesfrauenräte gibt, diese große Ungerechtigkeit endlich auf die Tagesordnung zu setzen und eine Lösung zu finden.“

Gleichstellungsministerin Petra Köpping unterstützt die Forderung der Landesfrauenräte, in der DDR geschiedene Frauen zu entschädigen.


 

Meilenstein in Antidiskriminierungspolitik

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Inklusionsaktivist Raúl Krauthausen.

Auf Schloss Pillnitz unterzeichnet Gleichstellungsministerin Petra Köpping am 23.06.2017 den Beitritt Sachsens zur bundesweiten Koalition gegen Diskriminierung. Damit verpflichtet sich der Freistaat, dem Schutz vor Diskriminierung noch mehr Aufmerksamkeit zu widmen und ihn als politische Aufgabe zu verankern. Dem kam schon der Kabinettsbeschluss zur „Strategie zum Schutz vor Diskriminierung und zur Förderung von Vielfalt im Freistaat Sachsen“ im Februar nach, wodurch die Antidiskriminierungspolitik als ressortübergreifende Querschnittsaufgabe definiert und institutionell verankert wird. Zur Unterzeichnung empfängt die Ministerin als Gast den Inklusionsaktivisten Raúl Krauthausen.

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„Unsere Aufgabe als Sächsische Staatsregierung ist es, Vielfalt und Anderssein als Grundelement eines weltoffenen Sachsens strukturell zu befördern. Der Beitritt zur Koalition gegen Diskriminierung ist hierfür ein Meilenstein.“

Petra Köpping über die Unterzeichnung des Beitritts zur bundesweiten Koalition gegen Diskrimierung.


 
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Feierliches Fastenbrechen in der Takva Moschee Leipzig

Gemeinsames Fastenbrechen

Am 21.06.2017 war Integrationsministerin Petra Köpping in Leipzig zum Fastenbrechen geladen, denn für die etwa 50.000 Muslime in Sachsen geht der Fastenmonat Ramadan zu Ende. Die Takva Moschee Leipzig beging den Abend aber nicht nur mit orientalischen Speisen, sondern auch mit einem Friedensgebet. Damit will sie ein Zeichen für Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Sachsen und darüber hinaus setzen. Die Gemeinde wird von rund 300 Gläubigen regelmäßig besucht und engagiert sich für Flüchtlinge sowie den interkulturellen und interreligiösen Dialog.


 
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Petra Köpping bei der Ausstellungseröffnung.

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde zu Leipzig

Im Ariowitsch-Haus in Leipzig eröffnete Petra Köpping am 20.06.2017 die Ausstellung „170//20 Figuren und Strukturen der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig seit ihrer Gründung“. Die Schau zeigt noch bis Ende des Jahres anhand der 20 Vorsteher beziehungsweise Vorsitzenden die Geschichte der Gemeinde, die derzeit knapp 1.250 Mitglieder umfasst. Die Eröffnung fand im Rahmen der Jüdischen Woche statt. Mehr Informationen dazu finden Sie online: www.ariowitschhaus.de.

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„In der ‚Nacht der Bestimmung’ wird sich hier gemeinsam zum Frieden bekannt. Hier erlebe ich gelebte Integration.“

Staatsministerin Petra Köpping freut sich über die Integrationsarbeit der Takva Moschee Leipzig.


 
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Petra Köpping im Gespräch mit Rico Markwardt vom Förderverein Margarethenhütte Großdubrau.

Betrieb und Würde genommen

26 Jahre ist es her, dass die Mitarbeiter des VEB Porzellanwerk Margarethenhütte in Großdubrau das Werkstor blockierten. Sie versuchten, die Demontage und den Abtransport wichtiger Maschinen und Anlagen zu verhindern. Deren Abbau hatte die Treuhand angeordnet, obwohl das Werk 800 Menschen Arbeit bot und diese gerade noch einen Auftrag abarbeiteten. Die Mühen der Belegschaft: vergebens.
Am 18.06.2017 hat der Förderverein der Margarethenhütte anlässlich der Wendeereignisse eine Filmvorführung sowie Podiumsdiskussion veranstaltet, zu der auch Petra Köpping geladen war. Diese betonte, wie wichtig die Aufarbeitung  der Treuhandtätigkeiten ist. Mehr Informationen zum Werk und der Geschichte erhalten Sie im Elektroporzellanmuseum Margarethenhütte.

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Termine



23.06.2017
Beitritt zur Koalition gegen Diskriminierung
Schloss Pillnitz
26.06.2017
Besuch gleichstellungspolitischer Projekte
Leipzig
 
24.06.2017
Eröffnung 2. Frauenfestival
Leipzig
03.07.2017
Besuch der Gewinnerin des Sächsischen Gründerinnenpreises, Nadine Schmieder-Galfe
Dresden
 
22.06.2017
Verleihung des Steh-auf-Preises
Potsdam
03.07.2017
Besuch gleichstellungspolitischer Projekte
Dresden
 
  Kalender
 

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Impressum: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs (V.i.S.d.P.), Postanschrift: Albertstraße 10, 01097 Dresden,
Telefon: 0351 - 56 45 49 10, Telefax: 0351 - 56 45 49 09, pressegi@sms.sachsen.de, www.smgi.sms.sachsen.de

Fotonachweis:
Titelbild (Petra Köpping): Katrin Pötzsch; GBGI (10); Esra Rotthoff