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Der Newsletter vom 23.11.2017

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

ab dem 19. November war ich mit der Friedrich-Ebert-Stiftung zu einer Informationsreise in Jordanien unterwegs. Davon werde ich Ihnen nächste Woche berichten. – Vor meiner Abreise durfte ich aber noch gemeinsam mit dem Sächsischen Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth den 8. Sächsischen Integrationspreis verleihen. Nachdem wir in den letzten Jahren mit einer Vielzahl an staatlichen Maßnahmen eine solide Basis geschaffen haben, kommt es nun darauf an, nachhaltige Integrationsarbeit zu leisten. Dazu zählt für die Geflüchteten nicht nur das Erlernen der deutschen Sprache, sondern auch, einen Platz im Arbeitsmarkt zu finden – bis hin zu ihrer vollständigen gesellschaftlichen Teilhabe.

Herzlichst,

Ihre Petra Köpping
Staatsministerin für Gleichstellung und Integration 
beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


 
 

Integration gestalten. Zusammen gewinnen.

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Die Integrationspreisträger 2018.

Zur Verleihung des 8. Sächsischen Integrationspreises am 17. November waren über 70 Vereine, Verbände, Initiativen und Unternehmen eingeladen, die sich in diesem Jahr um den Preis beworben hatten. Drei gleichwertige Preise, die mit je 2.000 Euro dotiert sind, wurden vergeben.

Zur Jury, die die Bewerbungen sichtete, gehörten neben Staatsministerin Petra Köpping und dem Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth auch Youmna Fouad, derzeitige Marwa El Sherbini-Stipendiatin, sowie die drei Preisträger aus dem Vorjahr: Elsbeth Pohl-Roux aus Dorf Klosterbuch, Margaux Paulin Steiger vom Hotel Steiger Sebnitzer Hof und Holger Lange vom Runden Tisch Integration Crimmitschau.

Im Folgenden wollen wir die drei Preisträger vorstellen, die sich im vergangenen Jahr besonders um die Integration von Migrantinnen und Migranten in die Gesellschaft verdient gemacht haben.


 
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Die Stadt Kirchberg wurde als vorbildliche Gemeinde ausgezeichnet.

Preisträger: Stadt Kirchberg

Die Gemeinde organisiert eine übergreifende Integration in Kirchberg und Umgebung. Mit dem Projekt wird seit dem starken Anstieg der Flüchtlingszahlen eine Integrationskette gebildet. Diese hilft ab der Ankunft in Deutschland über die Erstbetreuung hin zu den Integrationskursen, weiter über die eigene Wohnung bis zur sozialen Verankerung in der Kleinstadt am Tor zum Erzgebirge. Konkret gibt es etwa ein Wohnprojekt, Sprach- und Begegnungskurse als Tandem inclusive Kinderbetreuung, Qualifizierungen für Ausbildung und Praktika oder Begegnungsmöglichkeiten bei Wochenangeboten oder dem städtischen Aktionstag.

 


 
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Bei der Firma Wätas überzeugte die nachhaltige und intensive Betreuung der ausländischen Mitarbeiter.

Preisträger: Wätas Wärmetauscher Sachsen GmbH

Seit Anfang 2016 wurden bei der Firma Wätas 28 Mitarbeiter mit Migrationshintergrund fest und unbefristet eingestellt, davon sind derzeit 21 beschäftigt. Deutsche und ausländische Mitarbeiter sind gleichgestellt. Die Teilnahme an Integrationskursen wird durch flexible Arbeitszeiten ermöglicht. Auf Wunsch kann Mitarbeitern eine Berufsausbildung ermöglicht werden. Die Mitarbeiter werden durch einen Abteilungsleiter mit Migrationshintergrund unterstützt, und die Personalabteilung hilft bei der Wohnungssuche, der Kommunikation mit den Institutionen und Behörden oder bei der Familienzusammenführung.


 
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Das sprachsensible Projekt Upgrade schließt gezielt Lücken in der Bildungsbiografie.

Preisträger: Upgrade – Verein für Bildungsangleichung e. V.

Das Projekt ist ein Förderangebot für Jugendliche mit Migrationserfahrung. Die Jugendlichen werden bei der Prüfungsvorbereitung unterstützt, um möglichst schnell prüfungsrelevante Kenntnislücken zu schließen und so den Schulabschluss zu ermöglichen. Bisher konnten etwa 200 Schülerinnen und Schüler durch die Lehrenden des Vereins betreut werden. Angeboten werden Nachhilfestunden, die Koordination von Lehrkräften und Schulen sowie die Vorbereitung von Lehrern. Upgrade schließt so gezielt Lücken in der Bildungsbiografie und eröffnet den Jugendlichen so einen erweiterten Bildungsweg und neue Möglichkeiten.


 

„Der Grundstein ist gelegt worden. Nun kommt es darauf an, langfristig wirksame Integrationsarbeit zu leisten: bis hin zur vollständigen gesellschaftlichen Teilhabe.“

Integrationsministerin Petra Köpping zur Verleihung des Sächsischen Integrationspreises


 
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Teilnehmer des Landestreffens von "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" in Sachsen.

Schule mit Courage

Am 17. November 2017 feierte das Schulnetzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sein 20jähriges Bestehen. In Sachsen beteiligen sich 74 Schulen an diesem größten Schulnetzwerk Deutschlands. Das Projekt bietet Schülern die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten und bürgerschaftliches Engagement zu entwickeln. Im Rahmen der Festveranstaltung und eines Workshops tauschten sich die Beteiligten über aktuelle Herausforderungen und ihr Engagement an den Schulen aus.

 


 

„Wer als Schülerin und Schüler gelernt hat, diese Verantwortung zu übernehmen, wird auch später dafür sorgen, dass andere nicht diskriminiert oder gemobbt werden.“

Petra Köpping über das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“


 
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Was ist Gender Mainstreaming?

Gender Mainstreaming ist ein vielschichtiger Begriff. Er hat seinen Ursprung in der Weltfrauenkonferenz in Nairobi 1985 und bezeichnete dort das Anliegen, die Gender-Theorien in die gesellschaftliche Mitte (den Mainstream) zu holen. Inzwischen versteht man darunter vor allem eine Strategie zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter: Um dies zu erreichen, sollen bei allen Entscheidungen die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern auf allen gesellschaftlichen Ebenen berücksichtigt werden. Mehr zum Thema Gender Mainstreaming und zur Diskussion über Sinn oder Unsinn finden Sie hier.

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Impressum: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs (V.i.S.d.P.), Postanschrift: Albertstraße 10, 01097 Dresden,
Telefon: 0351 - 56 45 49 10, Telefax: 0351 - 56 45 49 09, pressegi@sms.sachsen.de, www.smgi.sms.sachsen.de

Fotonachweis:
Titelbild (Petra Köpping): Katrin Pötzsch; GBGI (5)