nl-kopf-301117-1.jpg

Der Newsletter vom 30.11.2017

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

bei meinem Amtsantritt war es eine der drängendsten Aufgaben, eine funktionierende und effektive Hilfestruktur für geflüchtete Menschen aufzubauen. Wer durch Krieg, Flucht und Verfolgung traumatisiert zu uns kommt, für den ist die Integration in unsere Gesellschaft sehr schwer. Ich freue mich sehr, dass es uns allen gelungen ist, mit den Psychosozialen Zentren für Geflüchtete in Sachsen (PSZ) erstmals flächendeckend Hilfsangebote für Menschen mit Flucht-, Kriegs- und Foltererfahrung bereitstellen zu können.

Im Newsletter finden Sie - wie vergangene Woche versprochen - einen  kurzen Rückblick auf meine Jordanienreise und die vielen aufschlussreichen Gespräche, die ich dort führen konnte. 

Herzlichst,

Petra Köpping
Staatsministerin für Gleichstellung und Integration 
beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


 
 

Jahrestagung des Psychosozialen Zentrums für Geflüchtete in Sachsen

petra-koepping-bei-der-jahrestagung-der-psz.jpg
Petra Köpping bei der Jahrestagung der PSZ.

Am 29. November fand im Deutschen Hygienemuseum die Jahrestagung der Psychosozialen Zentren für Geflüchtete in Sachsen (PSZ) statt. Die PSZ sind eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit Flucht-, Kriegs- und Foltererfahrung. In Einzel- oder Gruppengesprächen werden sie psychologisch betreut und beraten sowie ggf. in medizinische oder therapeutische Versorgung vermittelt. Die Angebote der PSZ sind kostenfrei. Sie können unabhängig vom Aufenthaltstitel und auf Wunsch anonym in Anspruch genommen werden. Beratungsstellen gibt es in Leipzig, Dresden und Chemnitz. Auch in den Landkreisen werden die Strukturen weiter ausgebaut. Mehr Informationen finden Sie hier.

>>

 
transferforum.jpg
Integrationsministerin Petra Köpping auf dem Podium in der Leipziger Kongresshalle am Zoo.

„Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Geflüchtete“

Petra Köpping nahm am 29. November beim 4. Transferforum „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ in Leipzig am Podium teil.  Die Veranstaltung nahm aus vielen Perspektiven in den Blick, wie der ländliche Raum zur Integration junger Geflüchteter beitragen kann. Bezogen auf den demografischen Wandel – die Großstädte wachsen, Dörfer und Kleinstädte überaltern – stellt sich die Frage, ob und wie Zuwanderung für den ländlichen Raum attraktiv gestaltet werden kann. 


 
23915913-1515985298490385-4515853594827004043-n.jpg
Integrationsministerin Petra Köpping richtete ein Grußwort an die Versammelten.

4. Migrationsgipfel bei der SLpB

Am 25. November fand in der Landeszentrale für Politische Bildung der 4. Sächsische Migrationsgipfel 2017 statt. Unter der Überschrift „Wir gehören zu einem lebendigen Gemeinwesen“ hatte der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V.  eingeladen. Auf der Agenda standen aktuelle Themen wie z.B. die Chancen für Migrantinnen und Migranten am sächsischen Arbeitsmarkt und die Novellierung der sächsischen Richtlinie "Integrative Maßnahmen". 


 

„Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen gibt den Migrantinnen und Migranten Gesicht und Stimme.“

Integrationsministerin Petra Köpping in ihrem Grußwort beim 4. Sächsischen Migrationsgipfel.


 

Rückblick Jordanienreise

Vom 19. bis zum 22. November besuchte Integrationsministerin Petra Köpping auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung das Königreich Jordanien. An der Informationsreise nahmen auch Juliane Pfeil-Zabel, Landtagsabgeordnete aus Plauen, die Vizepräsidentin des Thüringer Landtages, Dorothea Marx, und Serra Yüksel, Landtagsabgeordnete aus Bochum (Nordrhein-Westfalen), Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs Gleichstellung und Integration im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz teil.

Auf dem Programm standen zahlreiche Gespräche. Bei der deutschen Botschafterin, Birgitta Siefker-Eberle, informierte sich die Delegation über den aktuellen Stand der Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Jordanien. Laut UN-Angaben leben derzeit etwa 636.000 syrische Flüchtlinge in Jordanien. Seit der Londoner Geber-Konferenz 2016 leistet Deutschland in dem arabischen Königreich finanzielle Unterstützung, vor allem in den Bereichen Beschäftigungsförderung und  Bildung / Ausbildung. Diese Hilfe kommt sowohl den Jordaniern als auch den syrischen Flüchtlingen zugute.

Weitere Treffen fanden statt mit dem jordanischen Bildungsminister S.E. Dr. Omar Razzaz, mit Volker Schimmel, dem deutschen Einsatzleiter beim UN-Flüchtlingshilfswerk, sowie mit der Leiterin für die Koordination der Humanitären Hilfe im jordanischen Planungsministerium. Daneben sprach die Delegation mit zahlreichen Vertretern von zivilgesellschaftlichen Organisationen, mit Journalisten und traf sich mit jordanischen Parlamentarierinnen und Parlamentariern zu einem informellen Abendessen. 

Staatsministerin Köpping besuchte auch zwei syrische Familien. Ein Großteil der syrischen Geflüchteten, 80 Prozent, sind nicht in Flüchtlingslagern untergebracht, sondern leben dezentral in Wohnungen. Die jordanische Regierung hat einen 7-Punkte-Plan zur Versorgung der Flüchtlinge aufgelegt. Obwohl sich Jordanien selbst in einer schwierigen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Lage befindet, beinhaltet dieser Plan neben der Bereitstellung von Wohnungen auch den Schulbesuch der Flüchtlingskinder und ein Programm, um 200.000 Syrer in Arbeit zu bringen.


 

„Die große Hilfsbereitschaft der Jordanier für die geflüchteten Menschen hat mich stark beeindruckt.“

Staatsministerin Petra Köpping über die jordanischen Integrationsmaßnahmen.


 

Impressionen aus Jordanien

jord-pics.jpg

 
nl-wissen-maedchen.jpg

Das Königreich Jordanien

Das Königreich Jordanien ist ein arabischer Staat in Vorderasien. Es grenzt an Israel und einen Teil der Palästinensischen Autonomiegebiete, an Syrien, Irak, Saudi-Arabien und an das Rote Meer. Die Amtssprache ist Arabisch, daneben gibt es regional verschiedene Beduinendialekte sowie die Sprachen von ethnischen Minderheiten. Staatsoberhaupt ist König Abdullah II., Regierungschef ist Ministerpräsident Hani al-Mulki. Jordanien hat 9.5 Mio Einwohner; größte Stadt ist die Hauptstadt Amman mit 1,22 Mio Einwohnern. Seit Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges 2011 sind in Jordanien rund 636.000 syrische Flüchtlinge beim UNHCR registriert. Das entspricht 6,7 Prozent der Bevölkerung Jordaniens. Mehr Informationen finden Sie hier.

>>

 
1512035780_herstory.jpg
Die Ausstellung #herstory im Leipziger Foyer Neues Augusteum.

Hinweis: #herstory – Sachsen und seine Akademikerinnen

Erfinderinnen, Pionierinnen, Wissenschaftlerinnen – die Rollen von Frauen an sächsischen Hochschulen und Universitäten sind mannigfaltig. An der Universität Leipzig wird derzeit die Ausstellung #herstory – Sachsen und seine Akademikerinnen gezeigt, die Wissenschaftlerinnen der sächsischen Hochschullandschaft aus Vergangenheit und Gegenwart porträtiert. 

Die Ausstellung ist bis zum 4. Januar 2018 täglich 8-18 Uhr im Foyer Neues Augusteum, Campus Augustusplatz zu sehen. Im März wird #herstory anlässlich des Frauentags auch im Sächsischen Landtag aufgebaut werden. Das Projekt wurde durch die Förderrichtlinie Chancengleichheit ermöglicht.


 

„Frauen, die sich in einer männlichen Gesellschaft durchgesetzt haben, können zu Recht als Vorbilder gelten.“

Petra Köpping über die Ausstellung #herstory – Sachsen und seine Akademikerinnen


 

Die Treuhand in den Blick nehmen

Am 24. November stellte die Ost-Beauftragte Iris Gleicke das Ergebnis der Studie zur Wahrnehmung und Bewertung der Arbeit der Treuhandanstalt öffentlich vor. Ein Resultat der Studie war, dass die Menschen in den neuen Bundesländern mit der Treuhand beinahe nur Schlechtes verbinden. Gleichstellungsministerin Petra Köpping sagt dazu: „Die Studie bestätigt meine Wahrnehmungen sehr deutlich, die ich in vielen Gesprächen erfahren und auch persönlich oft genug wahrgenommen habe.“ Sie fordert daher eine besonders sensible und möglichst vollständige Sicherung der Treuhand-Akten. Dazu sollten ab 2020 ausreichende finanzielle Mittel für Forschungsprojekte zur Verfügung gestellt werden, um die Aufarbeitung der Treuhand-Akten 2020 zu beginnen. Zudem schlägt Petra Köpping die Einrichtung einer unabhängigen Kommission „Aufarbeitung der Nachwendezeit" vor.

Kurzfassung der Studie - http://www.medienservice.sachsen.de/medien/assets/download/114581
Langfassung der Studie - http://www.medienservice.sachsen.de/medien/assets/download/114602


 
banner-fb.jpg

 

Termine



05.12.2017
Kabinettssitzung
Dresden
30.11.2017
Diskussion über Hoffnungen und Verwerfungen der Nachwendezeit
Zwickau
 
01.12.2017
6. Sitzung Sächsischer Gleichstellungsbeirat
Dresden
04.12.2017
Verleihung Vis-a-Vis-Award
Dresden
 
  Kalender
 

Empfehlen Sie uns weiter:

Icon Facebook   Icon Twitter   Icon Google+

 
Als PDF anzeigen
 
Folgen Sie uns auf

Icon Facebook   Icon Instagram
 

Impressum: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs (V.i.S.d.P.), Postanschrift: Albertstraße 10, 01097 Dresden,
Telefon: 0351 - 56 45 49 10, Telefax: 0351 - 56 45 49 09, pressegi@sms.sachsen.de, www.smgi.sms.sachsen.de

Fotonachweis:
Titelbild (Petra Köpping): Katrin Pötzsch; GBGI (12), Swen Reichhold (1)