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Der Newsletter vom 11.01.2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

nach einem langen Rechtsstreit über das Vermögen der DDR-Staatspartei SED werden die ostdeutschen Bundesländer Nachzahlungen erhalten. Ich fände es sinnvoll, dieses Geld für die Aufarbeitung der Nachwendezeit einzusetzen. Damit würde ein Signal gesetzt! Man muss endlich untersuchen, wo die Ursachen dafür liegen, dass viele Menschen so frustriert sind.

Die Bekämpfung von Diskriminierungen nehme ich sehr ernst. Dazu gehört es auch, dass ich mich in aktuelle Debatten über Gender und Sprache einmische. Mehr darüber lesen Sie in diesem Newsletter. 

Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen viel Glück und Erfolg! 

Herzlichst,

Petra Köpping
Staatsministerin für Gleichstellung und Integration 
beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


 
 

Erfahrungsaustausch zur Arbeitsmarktintegration

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Die Teilnehmer des Vernetzungstreffens in Brand-Erbisdorf.

Am 10. Januar nahm die Integrationsministerin Petra Köpping an einem Vernetzungstreffen mit Arbeitsmarktmentoren, Integrationskoordinatoren sowie Vertretern der Agentur für Arbeit und des Jobcenters teil. Das Treffen diente dem Erfahrungsaustausch bei der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Gastgeber war die Fort-und Berufsausbildungsakademie GmbH Brand-Erbisdorf, die auch Träger des sächsischen Modellprogramms „Arbeitsmarktmentoren für Geflüchtete“ in Mittelsachsen ist.


 

Hinweis: Info-Website für Unternehmen

Für Unternehmen, die Geflüchtete einstellen oder ausbilden wollen, gibt es eine neue Informationsplattform. Auf der Website erfolgreich-integrieren.de finden sich alle relevanten Informationen, außerdem Praxisbeispiele sowie Angebote zur Arbeitsmarktintegration. Daneben können Unternehmen und Verbände über ihre Aktivitäten berichten. Die Website ist ein gemeinsames Projekt der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Bundesverbands der Deutschen Industrie, des Zentralverbands des Deutschen Handwerks sowie der Bundesagentur für Arbeit.  

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Petra Köpping am Küchentisch in Niesky.

Küchentischtour in Niesky

Zum Jahresauftakt der Bürgergespräche mit Petra Köpping und Martin Dulig waren am 8. Januar über 140 Besucher gekommen. Themen waren neben dem Strukturwandel in der Lausitz auch der Straßenbau, der Breitbandausbau und die medizinische Versorgung auf dem Land. Aber auch die Integration von Geflüchteten, der Lehrermangel und Unternehmensgründungen im ländlichen Raum kamen zur Sprache.


 
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Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Im Durchschnitt verdienen Frauen immer noch weniger als Männer. Mit dem Entgelttransparenzgesetz sollen Entgeltstrukturen transparent gemacht und die Lohngleichheit gefördert werden. Seit dem 6. Januar haben Beschäftigte nun einen Auskunftsanspruch zu den Kriterien für das eigene Entgelt, über das Entgelt vergleichbarer Arbeitnehmer und über die Höhe des Vergleichsentgelts. Der Auskunftsanspruch gilt in Betrieben und Dienststellen mit mehr als 200 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.


 

„Das Gesetz ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Gleichstellungsminiserin Petra Köpping über das Entgelttransparenzgesetz.


 
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Was ist der Gender Pay Gap?

Als "Gender Pay Gap" wird das geschlechtsspezifische Lohngefälle bezeichnet. Die Differenz zwischen den durchschnittlichen Brutto-Stundenverdiensten von Männern und Frauen lag 2016 bei 21% (Deutschland).  Wenn man strukturelle Unterschiede (z.B. Unterschiede in den Branchen und Berufen, ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen, Voll- oder Teilzeit) herausrechnet, bleiben dennoch Unterschiede im Verdienst bestehen, die nicht durch die lohnrelevanten Merkmale erklärt werden kann. Weitere Informationen finden Sie bei destatis.

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Es gibt keinen „Genderwahn“

Mit einem dpa-Interview hat sich Gleichstellungsministerin Petra Köpping in die Debatte um Genderfragen eingeschaltet. Am 9. Januar erschienen u.a. in der Leipziger Volkszeitung und in der Sächsischen Zeitung Artikel, in denen Petra Köpping über ihre Position widergibt. Sie spricht sich unter anderem dafür aus, dass gendergerechte Sprache Schritt für Schritt Einzug hält und so zur Gewohnheit wird. Das Thema dürfe jedoch andere wichtige Punkte wie z.B. die Diskriminierung nicht überlagern.

Links zum Thema: Sächsische Zeitung, Leipziger Volkszeitung, Interview mit mephisto 97.6

 


 
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Der Erstorientierungskurs einer Dresdner Erstaufnahmeeinrichtung.

Besuch eines Erstorientierungskurses

Am 21. Dezember besuchte Integrationsministerin Köpping einen Erstorientierungskurs für Asylbewerber. In den Erstaufnahmeeinrichtungen erhalten die Menschen durch diese Kurse sofort erste wichtige Kenntnisse der deutschen Sprache. Es werden aber auch Grundregeln unseres Zusammenlebens erklärt, wodurch so manche Konflikte bereits im Entstehen entschärft werden können.  Das Besondere der sächsischen Kurse sind die Kulturmittler, die eine eigene Migrationserfahrung haben. Sie geben den Flüchtlingen in ihren Herkunftssprachen wichtige Informationen über die Regeln und Werte unserer Gesellschaft. Damit sind sie Experten und Brückenbauer zugleich.


 
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Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs SMGI.

Für Sie: Wandkalender 2018

Unser Wandkalender bietet Ihnen einen Überblick über die derzeit in Sachsen aktiven Integrationsakteure. Sie können ihn im Geschäftsbereich, Bautzner Str. 19a, 01099 Dresden abgeholen. Wenn Sie uns über per E-Mail an pressegi@sms.sachsen.de die gewünschte Anzahl und Ihre Adresse mitteilen, senden wir Ihnen den Kalender gern auch kostenfrei zu. 


 

Termine



20.01.2018
Ausstellungseröffnung „In Sachsen arbeiten wollen, können, dürfen“
Messe "Karrierestart", Dresden
24.01.2018
Neujahrsempfang des Gleichstellungsbüros der Universität Leipzig
Leipzig
 
17.01.2018
Neujahrsbegegnung mit dem Ministerpräsidenten
Dresden
24.01.2018
Neujahrsempfang der IHK „Gemeinsam für die Region“
Leipzig
 
  Kalender
 

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Impressum: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs (V.i.S.d.P.), Postanschrift: Albertstraße 10, 01097 Dresden,
Telefon: 0351 - 56 45 49 10, Telefax: 0351 - 56 45 49 09, pressegi@sms.sachsen.de, www.smgi.sms.sachsen.de

Fotonachweis:
Titelbild (Petra Köpping): Katrin Pötzsch; GBGI (5), pexels.com (1)